Nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest im Landkreis Märkisch-Oderland hat im Kerngebiet an der polnischen Grenze eine großangelegte Suche nach toten Wildschweinen begonnen. „Wir suchen seit heute Morgen mit rund 300 Helfern zu Lande, zu Wasser und aus der Luft“, sagte der Sprecher des Landkreises, Thomas Behrendt, am Samstag.

Feuerwehr, THW, Landwirte und mehr an Suche dabei

Durchsucht wird ein rund 45 Quadratkilometer großes Gebiet bei Bleyen. Daran sind Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren, des Technischen Hilfswerkes, Polizisten, Jäger, Landwirte und Mitarbeiter der Kreisverwaltung beteiligt.
Mit drei Booten seien auch Helfer auf der Oder unterwegs, berichtete Behrendt. „So werden die Schilfgürtel untersucht, Wildschweine mögen es geschützt und feucht“, erläuterte der Sprecher. Vier Drohnen, zum Teil mit Wärmekameras, werden eingesetzt, um Wildschweine etwa in Feldern aufzuspüren, die den Einsatzkräften gefährlich werden könnten. Die Jäger seien für den Schutz der Helfer und nicht für die Jagd auf Wildschweine im Einsatz, sagte Behrendt.

Bislang keine Infektionen bei Hausschweinen

Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts wurden in Brandenburg bislang 55 Schweinepestfälle bestätigt. Zuletzt kamen zwei Fälle im im Landkreis Oder-Spree und Spree-Neiße hinzu. Die Seuche wird sehr leicht über Körperflüssigkeiten von Wildschwein zu Wildschwein übertragen. Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich. Bei Wild- und Hausschweinen führt sie meist zum Tod. Die Hausschweinbestände in Deutschland sind nach wie vor frei von Fällen.