ASP in MOL
: Zone verkleinert – darum bleibt Sperrgebiet entlang der Oder

Der Kreis MOL hat die Tierseuche Afrikanische Schweinepest so weit bekämpft, dass seit zwei Jahren kein neuer Fall aufgetreten ist. Die Sperrzone wird verkleinert.
Von
Ulf Grieger
Seelow
Jetzt in der App anhören
ASP-Sperrzone: Der Bereich zwischen dem Absperrzaun entlang des Oderdeiches und dem Fluss bleibt als Hochrisikokorridor erhalten. Die Tore wie hier in Zollbrücke müssen weiterhin geschlossen bleiben,.

ASP-Sperrzone in MOL: Der Bereich zwischen dem Absperrzaun entlang des Oderdeiches und dem Fluss bleibt als Hochrisikokorridor erhalten. Die Tore, wie hier in Zollbrücke, müssen weiterhin geschlossen bleiben.

Ulf Grieger
  • MOL reduziert ASP-Sperrzone; seit Juli 2022 keine neuen Fälle.
  • Doppelte Einzäunung entlang der Oder bleibt erhalten.
  • Regelmäßige Überwachung und Bekämpfung der Wildschweinpopulation.
  • Hohe Gefahr durch migrierende Wildschweine aus Polen.
  • Einschränkungen für Tierhaltung und Jagd in Sperrzone I bestehen fort.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Landkreis Märkisch-Oderland hat die Sperrzone zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) am Mittwoch, 27. November, deutlich verkleinert. Gregor Beyer, Beigeordneter des Landrates und Bereichsleiter Landwirtschaft, begründet das mit dem Erfolg der bisher durchgeführten umfangreichen Maßnahmen zur Tilgung der ASP-Epidemie in der Wildschweinpopulation.

Die kontinuierliche, sich in regelmäßigen Abständen wiederholende, flächendeckende und behördlich überwachten Fallwildsuchen, die virologischen Untersuchungen aller erlegten Wildschweine sowie das Entfernen aller aufgefundenen Tierkörper und Tierkörperteile haben deutlich Wirkung erzielt.

Seit dem 14. Juli 2022 ist im Landkreis Märkisch-Oderland kein ASP-Fall mehr festgestellt worden, so Beyer. Zudem ist in den bisherigen Restriktionsgebieten die Wildschweinpopulation wesentlich reduziert worden.

Gefahr in MOL bleibt weiterhin bestehen

Aufgrund der gegenwärtigen Tierseuchensituation im Nachbarland Polen bestehe jedoch weiterhin die Notwendigkeit der Erhaltung der doppelten Einzäunung des Schutzkorridors entlang der Oder. Da weiterhin ein hohes Gefährdungspotential für eine Verschleppung der ASP durch migrierende Wildschweine bzw. kontaminierte Produkte oder Gegenstände besteht, sei es unerlässlich, die Überwachung der Wildschweinpopulation durch virologische Untersuchung aller verendet aufgefundenen und erlegten Wildschweine sowie weitere Bekämpfungsmaßnahmen kontinuierlich fortzuführen.

Tore müssen geschlossen bleiben: Vielerorts wird der ASP-Schutz dadurch unterlaufen, dass die Tore in den Schutzzäune  nicht verschlossen werden. Darauf wiest dieses Schild bei Altwustrow hin.

Tore müssen geschlossen bleiben: Vielerorts wird der ASP-Schutz dadurch unterlaufen, dass die Tore in den Schutzzäunen  nicht verschlossen werden. Darauf wiest dieses Schild bei Altwustrow hin.

Ulf Grieger

Die doppelte Einzäunung des Schutzkorridors an der Grenze zu Polen bleibt deshalb erhalten. Als  „Hochrisikokorridor“ wird der Bereich ausgewiesen, der sich östlich des ASP-Abwehrzaunes zwischen diesem und der Oder befindet. Er ist weiterhin Bestandteil der Sperrzone I.

Der gesamte „Schutzkorridor“ beschreibt den von zwei festen Zäunen eingegrenzten Bereich der Sperrzone I entlang der Oder zwischen Hohensaaten und Lebus mit Anbindung an den „Hochrisikokorridor“. Er ist Bestandteil der Sperrzone I. Dort gelten wie bisher die Einschränkungen für Tierhaltung und die Jagd.