B1 nach Polen: Neue Hindernisse auf der Brücke Küstrin-Kostrzyn – warum?

Knappe Sache: Die Kleintransporter, die trotz verengter Schikanen versuchen, über die Oderbrücke in Küstrin-Kostrzyn zu fahren, haben es nicht leicht. Bleiben sie hängen, gibt es Stau.
Ulf Grieger- Die Oderbrücke auf der B1 in Küstrin-Kostrzyn ist in schlechtem Zustand; Polen setzt Beton-Sperren ein.
- Fahrzeuge über 3,5 Tonnen dürfen nicht passieren; lange Sattelschlepper verursachen Staus.
- Warthebrücke wird bis Ende 2025 repariert; Oderbrücke drei Monate gesperrt.
- Neue Umgehungsstraße bis 2030 geplant; alter Brückenteil wird Aussichtsplattform.
- Bau der Umgehungsstraße ausgeschrieben; zehn Angebote liegen vor.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die polnische Direktion für Nationalstraßen und Autobahnen hat damit gedroht, die Straßenbrücke über die Oder in Kostrzyn-Küstrin sofort ganz zu schließen, wenn die Begrenzung für Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen und acht Metern Länge nicht eingehalten wird. Der Zustand des Bauwerks ist zu schlecht.
Trotzdem wird auch immer wieder versucht, mit auch deutlich schwereren und längeren Fahrzeugen den Grenzfluss zu überqueren. So auch am Dienstag (11. März), als das ein langer Sattelschlepper vom Westufer aus versucht und für einen langen Stau gesorgt hat. Jetzt hat Polen reagiert und weitere Sperren aufgebaut.
Slalom durch schwere Betonelemente auf der Brücke
Mitarbeiter der Straßendirektion haben am Dienstag die Beton-Schikanen so verändert, dass wirklich nur noch Pkw gut passieren können. Kleintransporter, die es ebenfalls in großer Zahl versuchen, müssen dort mit viel Geschick bugsieren, um nicht hängenzubleiben.
Damit soll auf jeden Fall der Erhalt der Brücke in den kommenden vier Monaten gesichert werden. Denn so lange werden nach polnischen Angaben die Arbeiten an der Warthebrücke mindestens noch dauern. Möglich ist auch, dass sich die Arbeiten dort bis zum Jahresende 2025 hinziehen. Danach soll die Ersatzbrücke, auf der jetzt der Verkehr über die Warthe rollt, den wackligen Teil der Oderbrücke ablösen. Etwa drei Monate lang wird dafür in dieser Zeit die Oderbrücke ohnehin gesperrt werden müssen.

Marode Oderbrücke: Dieses Brückenteil war schon 1992 ein Provisorium, das nach zehn Jahren ausgetauscht werden sollte. 2030 erst erfolgt der Brückenneubau.
Ulf GriegerBehelfsbrücke Küstrin-Kostrzyn muss sechs Jahre halten
Diese Behelfsbrücke muss dann wenigstens sechs Jahre halten. Denn die Hoffnungen der Küstriner liegen auf der geplanten 9,2 Kilometer langen Umgehungsstraße entlang der Straße DK31/22. Bis 2030 soll diese Straße bis zur Oder reichen. Dann beginnt der Bau der neuen Oderbrücke. Im November 2024 war der Bau der Umgehungsstraße ausgeschrieben worden. Für den Bau der Umgehungsstraße von Küstrin-Kostrzyn entlang der Strecke DK31 s gibt es zehn Angebote.
Der stabilere östliche Teil der alten Oderbrücke soll als touristische Aussichtsplattform bestehen bleiben, wenn die neue Brücke gebaut ist.

