Bakterien im Trinkwasser: Entwarnung beim WAZ-Seelow – mit einer Einschränkung

In den Wasserproben vom Dienstag (20. Juni) konnte das Bakterium Pseudomonas oleovorans nicht mehr nachgewiesen werden. Das Gesundheitsamt gibt Entwarnung – mit einer Einschränkung. (Symbolbild)
Oliver BergDie Hiobsbotschaft kam vorigen Freitag (16. Juni): In Gorgast, Bleyen, Genschmar, Kuhbrücke und entlang des Oderdamms wurde bei einer Routinekontrolle das Bakterium Pseudomonas oleovorans im Trinkwasser nachgewiesen. Am späten Vormittag erfolgte eine Warnung über die Biwapp-App, Kreisverwaltung sowie Wasser- und Abwasserzweckverband Seelow (WAZ) informierten über MOZ.de, auf ihren Internet-Seiten und im betroffenen Gebiet mit Info-Zetteln: Das Leitungswasser muss vor dem Verzehr und der Körperhygiene abgekocht werden.
Das Bakterium kann schon über kleinste Hautwunden schwere Infektionen hervorrufen. Das ganze Wochenende über sind deswegen die Rohre gespült worden. Am Dienstag nahm der Aqua-Kommunal-Service (AKS) aus Frankfurt (Oder) unter Aufsicht des Kreis-Gesundheitsamts Wasser-Proben an 16 verschiedenen Stellen zwischen Kuhbrücke und Gorgast. Im Labor wurden die untersucht. Am Freitagvormittag (23. Juni) lagen erste Ergebnisse vor.
Wasser vor dem Verwenden eine Weile laufen lassen
„Die unverzüglich vom Wasser- und Abwasserzweckverbands Seelow durchgeführten Maßnahmen waren erfolgreich“, heißt es in einer Mitteilung der Kreisverwaltung. Das Bakterium Pseudomonas oleovorans sei in den Proben vom Dienstag nicht mehr nachgewiesen worden. Das Gesundheitsamt des Landkreises Märkisch-Oderland empfehle nun, vor Wiederverwendung des Leitungswassers dieses so lange laufen zu lassen, bis es kalt, farblos und geruchsfrei aus dem Wasserhahn kommt. „Anschließend kann das Trinkwasser wieder im vollen Umfang genutzt werden.“
„Der Wasserverband wird auch noch in den nächsten Tagen die Leitungen kontinuierlich spülen“, betont Thomas Berendt, Sprecher der Kreisverwaltung. Nachdem die gewohnte Wassergüte wieder hergestellt ist, richte sich der Fokus auf die Ermittlung der Ursache für die Verschmutzung.

