Bauarbeiten: Abriss für Park&Ride-Parkplatz in Küstrin-Kietz geht voran

Güterboden abgerissen: Die Firmen schaffen auf dem alten Güterbahnhofsgelände Raum für den Parklatz.
Ulf Grieger311 Pkw-Stellplätze, eine Buswendeschleife und Fahrradständer werden dort bis Jahresende errichtet. Nach dem Herstellen der Munitionsfreiheit werden nun die alten Funktionsgebäude abgerissen. Bereits verschwunden ist der große Güterboden, an den später die Zollverwaltung angebaut worden war.
Dieser Güterboden hatte an drei Seiten Verladerampen: Südlich, am heutigen Bahnhofsweg, wurden die Güter auf und von Lkw geladen, nördlich führte ein Gleis direkt an die Rampe zum Be- und Entladen von Waggons, hatte Martin Rogge, Vorsitzender des Vereins für die Geschichte Küstrins und selbst Eisenbahner, bei einem Rundgang vor dem Abriss erläutert.
Der Bahnhof hatte zu DDR-Zeiten große Bedeutung für den Güterverkehr im RGW-Gebiet: Diese Bedeutung des Grenzbahnhofs spiegelte sich auch in der Zahl der Beschäftigten wider: 1985 gab es dort 250 Mitarbeiter. Über die Grenze verkehrten in Höchstzeiten täglich etwa 17 Züge.
