Bessere Parkmöglichkeiten: Mietparkplätze in Seelow könnten verdoppelt werden

Parkplatz in City-Nähe: In fünf Minuten ist man von diesem Standort in der Feldstraße am Seelower Kreisel. Nach einer Empfehlung des Bauausschusses könnten dort 21 der 30 Stellplätze gebührenpflichtig werden.
Ulf GriegerNovember hatte die jährliche Vergabe der 89 Parkplätze an der Erich–Weinert–Straße begonnen. Am 4. November waren alle vergeben. So begehrt sind die gebührenpflichtigen Stellflächen bei jenen, die täglich in die Kreisstadt einpendeln, um hier zu arbeiten. Das Thema Parkplatz hatte die Verwaltung für den Bauausschuss gründlich vorbereitet.
194 gebührenpflichtige Plätze
Mit einer Übersicht, die Bauamtsleiter Jörg Krüger im Bauausschuss vorstellte, wurden alle öffentlichen Parkplätze daraufhin bewertet, wie weit sie vom Kreisel entfernt sind und wie lange man läuft, um vom Parkplatz ins Stadtzentrum zu kommen. Hinzu kommen Vorschläge, bislang unbegrenzt öffentlich nutzbare Stellflächen zu begrenzen oder als gebührenpflichtig zu vergeben. Insgesamt gesehen verändert sich die Stellflächenzahl in Seelow positiv. Es werden mit Jahresbeginn zwar die 53 Plätze vor dem dann städtischen Kulturhaus wegfallen. Dieses Areals soll dann nur für Gäste von Kulturhausveranstaltungen reserviert bleiben. Es entstehen durch Neu– und Umbauten aber 92 Stellflächen.
Wichtigste Stellschraube für die Neuordnung der Parkflächen ist die Vergabe von gebührenpflichtige Plätzen. Ihre Zahl steigt nach dem Verwaltungsvorschlag von bislang 89 auf dann 194. Zusätzliche Stellflächen gibt es am Jungfernsteig (ehemalige MOZ–Baracke). Diese neu gestalteten 38 Plätze schlägt die Verwaltung für die Vergabe als gebührenpflichtig vor. Weggefallen sind zwar die 15 Stellflächen auf dem wilden Parkplatz Kleine Kirchstraße. Neu sind aber die 29 Parkflächen am Sportplatz in der Robert–Koch–Straße. Auch dort werden sechs Stellfläche als gebührenpflichtig vorgeschlagen.
Ein weiterer Vorschlag sieht vor, 21 der 30 Parkplätze in der Feldstraße, vor dem Gedo–Areal, ebenfalls gebührenpflichtig zu machen. Von dort, wie auch vom Bereich alte Sparkasse/Autohaus, wo statt der aktuell 24 nach der für nächstes Jahr geplanten Neugestaltung dann 37 Stellfläche vorhanden sein werden, ist man rasch im Zentrum. Für die Mitarbeiter der Amts– und Stadtverwaltung stehen zudem 20 Stellplätze in der Tiefgarage der alten Sparkasse zur Verfügung. Für die Parkplätze in der Breite Straße zwischen Erich–Weinert–Straße und Frankfurter Straße (nun 10 statt 18), an der Alten Sparkasse (37 statt 24), sowie am Sportplatz Robert–Koch–Straße soll das Parken künftig zeitbegrenzt werden.
Auch für den großen Parkplatz an der Slubicer Straße sieht der Vorschlag eine Veränderung vor. Bislang waren die 77 Stellflächen gebührenfrei und ohne Zeitbegrenzung. Künftig sollen 37 Stellflächen im vorderen Bereich zeitbegrenzt werden, 40 sollen im hinteren Teil als gebührenpflichtig vergeben werden. Wobei aus den Reihen der Bauausschussmitglieder der Hinweis kam, das diese Parkflächen dort noch baulich verbessert werden müssten, um sie vermieten zu können. Im Bereich Hinterstraße bemüht sich die Stadt um Parkverbote, um Rückstau zum Kreisel zu vermeiden.
Höhere Gebühre möglich
Insgesamt begrüßten die Mitglieder des Bauausschusses die Vorschläge und empfahlen sie der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung. Ebenso empfahlen sie die Beschlussfassung der Änderung der Parkgebührensatzung. Die Gebührenhöhe sollte jedoch für die nächste Saison erhöht werden. Möglich wäre zudem eine Staffelung der Höhe nach Nähe zum Zentrum.
