Betreuung: Richtfest bei den „Kirchenmäusen“

Mit Musik und selbstgebastelter Richtkrone: Die Kinder der Kita "Kirchenmäuse" feierten mit zahlreiche Gästen Richtfest für einen neuen Sport- und Bewegungsraum.
Cornelia MikatMit süßer roter Brause und fröhlichen Liedern feierten die Mädchen und Jungen der Kita „Kirchenmäuse“ sowie zahlreiche Gäste am Mittwoch ein Richtfest. Bereits im vergangenen Jahr begann die Kirchengemeinde mit dem aus Mitteln des ILB-Förderprogramms für Kindereinrichtungen geförderten Projekt. Zur Erweiterung ihrer Kita lässt sie ein altes Stall- und Schuppengebäude von der Erich Jaß Hoch- und Tiefbau GmbH Libbenichen zu einem 30 Quadratmeter großen Bewegungsraum umbauen.
300 000 Euro Gesamtkosten
Geplant sind zudem, wie Pfarrerin Katharina Falkenhagen informierte, umfangreiche Umbauten im Dachgeschoss des bereits für die Kinderbetreuung genutzten Gebäudes. Aus einer früheren Wohnung sollen ein gemeinsamer großer Aufenthaltsraum und drei weitere mehrfunktionale Zimmer entstehen. Das gesamte Vorhaben umfasst ein Kostenvolumen von zirka 300 000 Euro.
Gegenwärtig besuchen 15 Kinder, betreut von vier Erzieherinnen, die Einrichtung. Für den Herbst und Frühjahr meldeten Eltern insgesamt sechs weitere Mädchen und Jungen an. Mit den Umbauten soll sich die Kapazität der Einrichtung von aktuell 23 auf 50 Plätze erhöhen.
Auf dem Richtfest des neuen Bewegungsraumes, an dem auch der Bürgermeister Peter Heinl, die Vorsitzende des Finanzausschusses, Monika Fritz, sowie Manfred Hunger für die Kirchengemeinde und Otto Christoph teilnahmen, dankte Pfarrerin Falkenhagen allen am Bau Beteiligten. Nach einem Richtspruch des Architekten Hans Albershausen stießen alle Kinder und Gäste mit roter Fassbrause auf ein gutes weiteres Gelingen des Baus an.
Ortschronist Manfred Hunger schilderte die Geschichte des Gebäudes: „Nach großen Stadtbränden 1801, 1803 und 1805 bauten die Bewohner die zerstörten Häuser und Nebengebäude wieder auf.“ Gut 140 Jahre später, zum Ende des Zweiten Weltkrieges, habe ein Luftangriff erneut den unteren Stadtbereich zerstört. „Der jetzt umgebaute Schuppen stürzte ein und begrub das Kirchenarchiv. Zum Glück blieben die verschütteten Akten mit ihren historischen Aufzeichnungen jedoch erhalten“, so Hunger. Nach 1945 reparierten Einwohner den Schuppen.
Zusätzliche Individualförderung
Pfarrerin Katharina Falkenhagen erläuterte zum Gesamtprojekt: „Mit dem Umbau der Kita, zu der schon heute eine großzügig gestaltete Außenanlage gehört, soll sich nicht nur die räumliche Situation weiter verbessern und ihre Kapazität vergrößern, sondern auch das inhaltliche Konzept der Kinderbetreuung erweitern.“ So sollen die Mädchen und Jungen der Kita zukünftig, neben bewährten gemeinsamen Aktivitäten in Gruppen, zusätzliche Angebote zur individuellen Förderung ihrer Interessen, Begabungen und Fähigkeiten in einem Kreativraum und einer kleinen Bibliothek nutzen können.