Bildung: Letschiner Fontane-Schule lud zum Ausprobieren ein
Schulleiter Björn Groß schaute vor seinem Vortrag über die Einrichtung ebenfalls vorbei und freute sich über die Resonanz. Von den Schülerzahlen – 320 Kinder und Jugendliche werden in Letschin unterrichtet – halte sich der Grundschul- und Oberschulbereich in etwa die Waage, erklärte er. Der Schwerpunkt des Nachmittags lag allerdings auf der Funktion als weiterführende Schule.
Fragebögen vorbereitet
Auch in dem Gebäude kam niemand an Fontane vorbei. Wolfgang Henschel, Lehrer für Sport und Wirtschaft-Arbeit-Technik, kurz WAT, war dort in die Rolle des Dichters geschlüpft, und bat die Besucher unter anderem um Rückmeldungen auf erstmals extra dafür vorbereiteten Fragebögen.
Zwischen Lava-Lampen und Rotkohl-Graffiti gab es mit selbst hergestellter Ringelblumensalbe im Biologie-Raum den nächsten Hinweis auf Fontane, der Sohn eines Apothekers war und diesen Beruf ebenfalls erlernt, später aber für die Schriftstellerei aufgegeben hatte. Im Fontane-Raum selbst warteten dank der Unterstützung durch die Diedersdorfer Ölmühle und gegen einen kleinen Obolus zum Mitnehmen auch Theos Raps- und Kürbiskernöl.
Schulsozialarbeiterin Stefanie Maaß war da gerade im Haus unterwegs. Sie hat sonst nicht nur ein offenes Ohr für die Schüler, sondern betreut auch die Arbeitsgemeinschaft „Handlettering“. Aber mit Elke Jansen stand die nächste Ansprechpartnerin bei Bedarf bereits zur Verfügung. Sie ist seit Sommer als Berufseinstiegsbegleiterin an der Schule tätig. Jugendliche, die Unterstützung beim Übergang in eine berufliche Ausbildung werden dort jedoch schon länger betreut.
Berufswahl als Schwerpunkt
Die Berufsorientierung ist ohnehin Teil des Schulprogramms und so waren beim Tag der offenen Tür auch Vertreter der Handwerkskammer Frankfurt (Oder)-Region Ostbrandenburg und des bbw Bildungswerks der Wirtschaft in Berlin und Brandenburg dabei. Unabhängig davon waren die Ankündigungen von Informationstagen zu einzelnen Berufszweigen in der Region schon an den Eingangstüren nicht zu übersehen.
Als besten Lehrer an der Schule bezeichneten Quirina, Vici, Lena und Emilia aus der 7 b Maik Dimt. Er unterrichtet Mathematik und Physik und hatte mit den Schülerinnen Wasser und Speisestärke bereit gestellt, um nichtnewtonsche Flüssigkeit herzustellen. Selbst bei einem Faustschlag in die Schüssel mit der Mischung spritzte da nichts.
Nicht fehlen durfte natürlich auch der Schulförderverein um Dirk März, der sich unter anderem für einen Schulhund stark macht. Derweil pendelte Niklas aus der 10 a mit Schmalzbroten, Fantakuchen und Blätterteigschnecken in einem Bauchladen zwischen den Gebäuden und dem Park gegenüber, um Besucher auf die Schülerküche und Werkstatt aufmerksam zu machen. Wer bis dorthin fand, ließ sich zum Ausklang meist noch gern zu einer Portion Hexensuppe überreden.

