Eine am Montag bei Bauarbeiten auf einem privaten Baugrundstück in Küstrin-Kietz gefundene 250-kg-Fliegerbombe deutscher Bauart mit zwei russischen Zündern ist am Dienstagnachmittag entschärft worden. Gegen 14.45 Uhr kam die Meldung, dass der im Umkreis von 300 Metern eingerichtete Sperrkreis wieder aufgehoben werden kann. Betroffen waren etwa 100 Haushalte, die bereits am Vortag persönlich informiert worden waren.
Manuela Kutscher, Leiterin des Kulturhauses Küstriner Vorland, hatte da gerade den Apfelkuchen aus dem Backofen geholt. Etwa ein Dutzend Anwohner hatten sich im Kulturhaus eingefunden, um die Zeit der Entschärfung zu überbrücken. Da wurde geplaudert und auch Rommé gespielt. Am nur wenige Schritte entfernten Feuerwehrgerätehaus konnten Einsatzkräfte kurz darauf schon einen Blick auf den Blindgänger werfen.

Bahnverkehr wurde unterbrochen

Matthias Metke vom Kampfmittelräumdienst sprach von einem üblichen Ablauf. Allerdings war die Bombe diesmal fünfmal schwerer als die, die Anfang Juli bei Bauarbeiten für den neuen Park-and-Ride-Parkplatz in Küstrin-Kietz gefunden worden war. Auch der Regionalbahnverkehr zwischen Küstrin-Kietz und Kostrzyn musste wieder unterbrochen werden.
Die Bushaltestelle „Marktstraße“ wurde nicht angefahren.