Boberhaus: Treffpunkt für junge Tüftler

Blick auf erste Bauteile: David Dwier, Kinder- und Jugendbeauftragter der Gemeinde Letschin und Leiter des neuen Boberhauses im Fontanepark, hatte für das Treffen am Donnerstag auch schon eine Temperaturanzeige vorbereitet.
MOZ/Anett ZimmermannBeide sollen, so David Dwier, dann gemeinsam aufgebaut werden. Allein dabei könnten die Teilnehmer bereits eine Menge lernen. Und Teamarbeit sei im MakerSpace und MedienLabor wichtig, denn nicht jeder könne alles wissen oder gleich gut wie ein anderer, machte er deutlich. Weitere Fragen folgten, darunter „Wie lange gibt es die Makerbewegung?“ und „Wann sehen wir uns das nächste Mal?“.
Drohne und Seilwinde als Ideen
David Dwier, zugleich Kinder– und Jugendbeauftragter der Gemeide, freute sich über die Offenheit, erklärte, hakte aber auch nach und zeigte sich angenehm überrascht, dass sich auch Paul, Erik, Leon, Jason, Carl, Lukas, Noel, Lilly, Lennox und Pepe für beide Bereiche meldeten und klare Vorstellungen hatten. So wurde unter anderem der Bau einer Drohne — laut Dwier ein sehr anspruchsvolles Vorhaben, das mit etwas Ehrgeiz aber in ein, zwei Jahren zu schaffen sei — oder einer ferngesteuerten Seilwinde für ein Baumhaus gewünscht. Und als es um die Abdeckung des Kickertischs ging, waren alle längst mittendrin und machten sich Gedanken um weitere Ausstattung, die vielleicht selbst gebaut werden könnte: ein Torzähler, Beleuchtung, ein Geschwindigkeitsmesser, eine Ergebnisanzeige.
Musste nur noch ein Tag oder mehrere gefunden werden, an denen sich die Gruppe, zu der jederzeit weitere Interessierte stoßen können, treffen können. Anhand der Stundenpläne kristallisierte sich schließlich der Montag und Donnerstag heraus.
WhatsApp–Gruppe gegründet
Und weil David Dwier weiß, dass Tüftler und Bastler ihre Arbeit ungern unterbrechen, will er den Kindern auch zur Verfügung stehen, wenn sie Zeit wie zum Beispiel die große Pause überbrücken wollen oder müssen. „Lasst uns dafür doch eine WhatsApp–Gruppe bilden“, schlug dazu einer der Jungen vor. „Geniale Idee“, lautete prompt die Antwort, obwohl nicht alle ein Handy dabei hatten und insbesondere Jüngere noch keins haben. Aber die Kinder sehen sich tagsüber ohnehin in der benachbarten Theodor–Fontane–Schule und wollen sich gegenseitig auf dem Laufenden halten. Damit nicht mühsam Telefonnummern getauscht werden mussten, erstellte David Dwier einen QR–Code, der gescannt werden konnte.
Übrigens: Der Name Boberhaus erinnert nicht nur an den Biber und den Bober als Nebenfluss der Oder. Boberhaus hieß ab 1926 auch eine Volksbildungsstätte in Löwenberg (Niederschlesien). Es wurde 1937 von den Nationalsozialisten geschlossen.
Mehr im Internet unter dorfkind–oderbruch.de.