Bombe in Küstrin
: Bombenfund an Warthe-Brücke – lange Staus erwartet

Ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg ist in Küstrin/Kostrzyn beim Bau der neuen Warthebrücke gefunden worden. Zur Entschärfung muss der Bereich abgesperrt werden.
Von
Ulf Grieger
Küstrin
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Bombenfund in Küstrin/Kostrzyn: Beim Bau des Widerlagers für die neue Warthebrücke zwischen der Altstadt und der Neustadt ist eine große Weltkriegsbombe gefunden worden.

Ulf Grieger

Ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg ist in Küstrin/Kostrzyn gefunden worden. Bei den Bauarbeiten für das Widerlager der neuen Warthe-Brücke wurde er am 24. November am östlichen Ufer nahe dem Kulturzentrum ausgegraben. Es handelt sich nach Informationen aus Kostrzyn um eine große Artilleriegranate.

Am Sonntag, 26. November, wurde der Fundort durch die Polizei bewacht. Der Verkehr auf der Behelfsbrücke verläuft bis auf Weiteres normal.

Ersatzbrücke über die Warthe in Küstrin/Kostrzyn: Im Februar 2022 hatten die Bauarbeiten dafür begonnen.

Ulf Grieger

Polizei bewacht Fundstelle

Die Behörden in Kostrzyn bitten um Vorsicht und Gelassenheit. Das mit dem Bau der neuen Brücke beauftragte Unternehmen „Warbud“ hat mitgeteilt, dass es einen Vertrag über mögliche Kampfmittelräumungen mit einer Firma aus Danzig abgeschlossen hat, die am Montag mit den Arbeiten beginnen wird. Bis dahin wird die Baustelle von den Polizei-Dienststellen weiter beaufsichtigt.

Möglicherweise werde beschlossen, dass am Montag der Verkehr auf der Brücke vorübergehend anzuhalten, während der Blindgänger auf das Fahrzeug geladen wird. Im Moment ist allerdings nur bekannt, dass die Brücke erst am Montag geschlossen wird. Niemand kann genau sagen, um wie viel Uhr der Kampfmittelräumdienst am Montag kommen soll. Die polnischen Behörden rechnen mit langen Staus. Die Empfehlung lautet, dass Fahrten nach Küstrin/Kostrzyn auf Dienstag verlegt werden, wenn es möglich ist.