Bombe in Manschnow
: Entwarnung – Blindgänger erfolgreich gesprengt

Zwei Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg sind in Manschnow erfolgreich gesprengt worden, trotz einiger Vorfälle. Der Sperrkreis ist wieder aufgehoben.
Von
Peter Grenz
Manschnow
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Mit einem lauten Knall erfolgte um 11.16 Uhr die Sprengung der beiden Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg in Manschnow.

Peter Grenz

Die Sprengung der beiden Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, die bei der Baufeldsondierung in Manschnow gefunden wurden, war erfolgreich. Mit einem lauten Knall und einer riesigen Wolke aus Rauch, Sand und Geröll gingen sie am Freitagvormittag (15. März) um 11.16 Uhr in die Luft. Die Explosion hinterließ einen zwei bis drei Meter tiefen Krater und zeugt von der Wucht, die nach vielen Jahren immer noch in dieser Munition steckt.

Wie Robert Trenkel, Ordnungsamtsleiter vom Amt Golzow, vor Ort erklärte, enthielten die Sprengbombe und die Haubengranate zusammen insgesamt 60 Kilogramm des Sprengstoffs TNT. Und die Besonderheit bei der Haubengranate sei gewesen, dass der Zünder sich unter einer Haube befindet und erst nach deren Entfernung identifizieren lässt. Deswegen entschied man sich für die Sprengung. Beide Blindgänger wurden gemeinsam gesprengt. Sie wurden zuvor mit Vlies und rund 80 Tonnen Kies abgedeckt, um die Sprengwirkung abzudämpfen.

Anwohner in Manschnow mussten evakuiert werden

Um den Sprengort herum wurde ein 500-Meter-Sperrkreis eingerichtet, worüber Firmen und Anwohner bereits seit Mittwochabend telefonisch und mit Informationsblättern in Kenntnis gesetzt wurden. Auch der Edeka-Markt musste schließen, da sich der Parkplatz im Sperrkreis befand. Die Evakuierung durch Kräfte von Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt begann am Freitagmorgen gegen acht Uhr, sodass der Sperrkreis pünktlich um 9 Uhr geräumt war. Die anliegende Bundesstraße 1 wurde gesperrt, im Gemeindehaus wurde eine vorübergehende Notunterkunft eingerichtet, die nach Auskunft vom Ordnungsamt drei Personen in Anspruch genommen haben.

Auch die Bundesstraße 1 befand sich im Sperrkreis und musste für die Zeit der Bombensprengung gesperrt werden.

Peter Grenz

Während der Sperrzeiten kam es immer wieder zu kleineren Vorfällen mit Autofahren, die trotz Polizeiabsperrung durch den Sperrkreis fahren wollten. Auch vereinzelte Fußgänger mussten aufgefordert werden, den Sicherheitsbereich zu verlassen. Ein Rettungswagen, der sich im Einsatz befand, wurde nach Rücksprache mit dem Kampfmittelräumdienst durchgelassen, wofür die Sprengvorbereitung kurz unterbrochen wurden. Nachdem sich die Wolken nach der Sprengung verzogen hatten und die Munitions-Experten den Einsatzort freigaben, wurde der Sperrkreis gegen 11.30 Uhr aufgehoben.

Die Sprengung der Weltkriegsmunition hinterließ einen tiefen Krater auf dem Feld.

Peter Grenz