Brauchtum: Osterfeuer ohne Feuer
Erstmals ein Osterfeuer ohne Feuer, das war bei der zehnten Feier eine Premiere. Im Vorjahr war es so nass gewesen, dass man das Holz kaum anbekam. Nun das Gegenteil. Verständnis hatte auch die Vereinsvorsitzende Marion Krüger. Schließlich wolle keiner ein Unglück hervorbeschwören.
Feuerwehren überall präsent
„Der Wind zieht Feuchtigkeit aus dem Boden, dazu hat es kaum geregnet. Ein Feuer jetzt wäre echt zu gefährlich“, sagte Chris Damke, der Feuerwehr-Jugendwart von Seelow. Mit neun Kids und etlichen Betreuern war er auch ohne Flammenspiel beim Osterfeuer dabei. Schließlich unterstütze man gern die Vereine. Die Wehr präsentierte sich, auch die Technik. Und die Einsatzkräfte machten am Abend auf dem einstigen Mustergut gleich eine Übung.
Der riesige Holzhaufen, den der Verein gerade erst noch umgeschichtet hatte, blieb somit vor dem Schweizerhaus liegen. Gekommen sind dennoch mehr als 100 Besucher schon zum Fest-Beginn am Nachmittag. Die nicht benötigten Kanoniere des Schützenvereins fanden sich am Bierstand ein. Hier hatte Jens Drescher gut zu tun. Auch am Grillstand herrschte Hochbetrieb. Gut ging auch der Verkauf von Hasen und Lämmern, die der Heimatverein Schweizerhaus extra fürs Fest aus Teig gebacken hatte. In der Sonne saßen viele Besucher. „Wir hatten uns sehr aufs Feuer gefreut, aber sitzen jetzt halt gemütlich zusammen, treffen Freunde, schnacken und genießen den Frühling“, sagte Irmgard Seiler (Seelow). Andere lobten die tolle Scheune. Darin stand auch wieder das Riesen-Osterei zum Bemalen. Fußballvereins-Namen las man, auch kleine Feuerwehr-Autos waren zu erkennen. Nebenan bastelten Kinder dank der Unterstützung von Dagmar Matzdorf kleine Osterhasen aus Papier. „Meinen stell ich mir ins Kinderzimmer“, bekannte Jessica Schlabe (8). Nebenan bemalte Emily Gergs (9) lieber Hühnereier bunt.
„Das Fleisch ist eingelegt, das Bier gekauft. Natürlich feiern wir Osterfeuer“, sagte Wehrführer Roland Marggraf auf der Festwiese gegenüber der Kita in Dass man den großen Holzhaufen nicht anzünden darf, darüber informierte ihn die Amtsverwaltung von Seelow-Land. Es ging auch ohne. Zumal nachts der Vollmond leuchtete. Bei der abgespeckten Feier hatte Grillmeister Andreas Alsdorf gut zu tun und brutzelte viele Würste und Kammscheiben. Dazu gab es Getränke. Theo (1) als jüngstes Feuerwehrmitglied feierte ebenso mit wie Familien mit Kindern, aber auch Senioren. Am Stand der Kita gab es Popcorn und Zuckerwatte auf Spendenbasis. "Wir sammeln fürs neue Kita-Spielgerät“, erzählte Elternvertreterin Claudia Schilling.
Gegrilltes und sogar Glühwein
Zufrieden war auch die Feuerwehr in An der Sport- und Freizeitanlage am Schwarzen See neben dem Sportplatz drängten sich auch ohne Feuer die Besucher. Jung und Alt. Wehrleiterin Iris Reetz verkaufte als Gag sogar wieder Glühwein. Den verwaisten Holzhaufen flankierten beide Einsatzfahrzeuge. Besonders das neue Modell – erst seit März in Dienst – interessierte viele Gäste. Vize-Wehrführer Andreas Lange grillte Würstchen, nebenan gab es Fleisch. Auf der Feuerschale mit Grillbriketts gab es Knüppelkuchen. „Wenn im Dorf was los ist, muss man das auch nutzen und mitfeiern“, sagte Besucherin Christiane Thews.
Infotitel
Hier beginnt der Infotext fett danach wieder normal⇥Autor XXX


