17 in Zusammenhang mit ihrer Covid-19-Erkrankung Verstorbene mehr als am Vortag – das gab es bisher noch nicht in Märkisch-Oderland. Deshalb wandte sich Landrat Gernot Schmidt am Mittwochnachmittag mit einem Appell an die Bürger. „Die Entwicklung der letzten Tage und Stunden ist dramatisch. Jeder von uns hat eine ethische Verantwortung für die Gesundheit seiner Nächsten. Wenn nicht jeder Einzelne von uns den Ernst der Lage erkennt und verantwortungsvoll handelt, wird es uns nicht gelingen, ein Abgleiten in Chaos und Verzweiflung in unseren Krankenhäusern und Pflegeheimen zu verhindern“, erklärte er.

Landrat kündigt härtere Maßnahmen an

Die Landesregierung habe mit ihrer neuen Eindämmungsverordnung wichtige Entscheidungen gefällt, die der angespannten Situation gerecht werden. „Wenn dies in unserem Landkreis nicht zu einer Entspannung der Situation beiträgt, werden wir gezwungen sein, darüber hinaus weitergehende Maßnahmen zu erlassen“, erklärte Schmidt und fügte hinzu: „Ich sage dies in Verantwortung gegenüber unserer älteren Generation, die besonders unter den Folgen der Pandemie leidet. Jeder von uns steht vor der Entscheidung: Lassen wir alle im Stich, die aufopferungsvoll in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ihren Anteil an der Bekämpfung der Pandemie leisten oder wenden wir gemeinsam das Blatt und stoppen die Ausbreitung dieser Krankheit.“

78 Betroffene in den Krankenhäusern

Die Zahl der aktiv Erkrankten liegt derzeit bei 736. Seit März wurden 2.230 Personen positiv auf das Virus getestet. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt 210. 1436 Personen befinden sich in häuslicher Isolation. Seit November sind 60 Menschen gestorben. 78 Erkrankte müssen stationär behandelt werden.
Das Gesundheitsamt weist zudem darauf hin, dass Besucher von Pflegeheimen während des gesamten Aufenthalts in der Einrichtung und den zugehörigen Außenbereichen eine FFP2-Maske zu tragen haben.
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