Corona: Leser kritisiert Flüchtlings-Verhalten

Die Nichtbeachtung von Corona-Regeln durch Flüchtlinge in Gusow und Platkow hat Kritiker auf den Plan gerufen. Auch der Landkreis Märkisch-Oderland wird einbezogen. (Symbolbild)
dpaThomas Berendt, Pressesprecher des Landkreises, entgegnete auf Nachfrage dieser Zeitung, dass sich möglicherweise mit dem Coronavirus infizierte beziehungsweise daran erkrankte Personen in Quarantäne zu begeben haben. „Isolation heißt hier Isolation und darauf haben auch die Beteiligten in den Gemeinschaftsunterkünften zu achten, die Betroffenen selbst, aber ebenso die Mitarbeiter des Betreibers und des Wachschutzes.“
Sporttreiben ist erlaubt
Zu allem anderen könne er sich nicht wirklich äußern, weil er nicht dabei war, erklärte Berendt. Er gab jedoch zu bedenken, dass das Sporttreiben an sich nicht verboten ist. Bei einer Gemeinschaftsunterkunft handele es sich zudem um eine Adresse. „Vergleichbar mit einer Hausgemeinschaft oder einer großen Familie in einem Haus.“
In Gusow seien die Bungalows mitunter auch zu klein, um dort eine Familie unterzubringen, erläuterte der Kreissprecher und verwies auf eine ähnliche Beschwerde aus Bliesdorf. Wenn der Mindestabstand dort, wo er gefordert und notwendig ist, nicht eingehalten wird, entspreche das nicht dem, was mit den Einrichtungen besprochen worden ist und wie es sein sollte, so Berendt weiter. Nicht unerwähnt ließ er dabei, dass Asylbewerbern jeweils nur sechs Quadratmeter Wohnfläche zustünden.
Kritik am Landkreis wegen eines möglichen Covid19-Falls in der Gemeinschaftsunterkunft in Gusow hatte es – wie ebenfalls berichtet – auch im jüngsten Amtsausschuss des Amtes Neuhardenberg gegeben. Thomas Manig von der Verwaltung wurde beauftragt, den Kreis anzumailen und Ergebnisse an die Amtsausschuss-Mitglieder weiterzuleiten. Laut Amtsdirektorin Grit Brinkmann habe Thomas Manig am 28. April, am Tag nach der Sitzung, an den Landrat persönlich geschrieben. Eine Antwort stehe noch aus, sagte sie am Montag.