Die Zahl der an Covid-19 erkrankten Personen im Landkreis Märkisch-Oderland steigt weiter an. Täglich muss der Amtsarzt die laborbestätigten Fälle nach oben korrigieren. Vize-Landrat Friedemann Hanke erklärte dazu am Donnerstagnachmittag: „Es ist absehbar, dass wir die erste Inzidenzschwelle von 35 Neuerkrankungen in den vergangenen sieben Tagen erreichen werden. Mit Stand heute morgen liegt die Zahl der aktuell erkrankten Personen bei 66. Das ist ein Anstieg von 23 Personen zum Vortag.“
Zu den steigenden Infektionszahlen sei zudem ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu verzeichnen. Darüber hatte Amtsarzt Steffen Hampel gegenüber dieser Zeitung bereits berichtet. Damit hat die Pandemie im Landkreis Märkisch-Oderland seit 10. März insgesamt sieben Menschenleben gefordert.

Kein eindeutiger Corona-Hotspot auszumachen

Wie in vielen anderen Landkreisen, könne auch in Märkisch-Oderland kein eindeutiger Hotspot festgestellt werden, der den Anstieg der Infektionszahlen verursacht, so Friedemann Hanke. „Zweifelsohne betrachten wir den Anstieg der Infektionszahlen mit Sorge.“ In der Nachverfolgung der Infektionsketten lasse sich bislang vielfach ablesen, dass sich die neuinfizierten Personen von ihren Familienangehörigen angesteckt haben. „Dieser Umstand zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, die Hygienemaßnahmen auch im privaten Bereich einzuhalten.“

Weitere Einschränkungen nicht auszuschließen

Wenn der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert je 100.000 Einwohner in Märkisch-Oderland erreicht ist, sei im gesamten Landkreis mit weiteren Einschränkungen zu rechnen, erklärte der Vize-Landrat. Als Beispiel nannte er das Ausschankverbot von alkoholischen Getränken in Gaststätten zwischen 23 und 6 Uhr. Die Kreisverwaltung wird wieder regelmäßig über die aktuelle Entwicklung im Corona-Geschehen informieren.
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