Tradition, Kameradschaft und Freundschaft verpflichtet, muss aber auch gelebt und gepflegt werden. „Mit unseren polnischen Katastrophenschützern verbindet der THW- Ortsverband Seelow eine mehr als 30-jährige Freundschaft und partnerschaftliche Zusammenarbeit“, berichtete THW-Sprecher Uwe Gaede am Freitag, 30. Dezember gegenüber MOZ.de. Nach zwei Jahren coronabedingter Auszeit reisten die THW-Helfer aus Seelow nun wieder zum traditionellen „Oblatenbrechen“ in die polnische Stadt Dębno.

Gelebte Tradition

„Oblatenbrechen ist eine polnische Tradition, hierzu bekommt jeder eine Oblate und bricht sich gegenseitig von jeweils einem anderem ein Stück ab. Dabei wünscht man sich viel Glück und Segen für das nächste Jahr“, erklärte Gaede das Prozedere. Dafür waren die Handvoll Vertreter des THW-Ortsverbandes Seelow – darunter auch der Ortsbeauftragte Thomas Schwarz – am 28. Dezember zum Treffen nach Polen gereist.
„Wir machen ja schon lange gemeinsamen Katastrophenschutz und Deichverteidigung, es ist eine gelebte Partnerschaft. Die Polen waren ja auch beim uns zum 30-jährigen Jubiläum im Kulturhaus“, erinnert Gaede.
Großes Hallo: Schon bei der Eröffnung des Jahresend-Treffens im polnischen Dębno hatten sich die Vertreter von THW und Feuerwehr aus verschiedenen Ländern viel zu erzählen.
Großes Hallo: Schon bei der Eröffnung des Jahresend-Treffens im polnischen Dębno hatten sich die Vertreter von THW und Feuerwehr aus verschiedenen Ländern viel zu erzählen.
© Foto: Uwe Gaede

Wer alles dabei war

Zum Jahresend-Treffen waren neben den Seelower THW-Ehrenamtlern aber auch Kameraden und Freunde der Feuerwehren aus Berlin, Strausberg mitsamt Bürgermeisterin Elke Stadeler und Feuerwehrleute aus den Niederlanden geladen. Gut 50 Anwesende tummelten sich im Restaurant bei gutem Essen in Dębno. „Es ist längst eine Tradition, welche über Ländergrenzen hinweg verbindet.“
In geselliger Runde: Peter Strohbach, einstiger Gründer des THV-Ortsverbandes Seelow (v.r.) mit seiner Ehefrau Monika, weiteren Gästen und dem früheren Berliner Feuerwehr-Kommandant Willi Welkisch beim Jahresend-Treffen in Polen.
In geselliger Runde: Peter Strohbach, einstiger Gründer des THV-Ortsverbandes Seelow (v.r.) mit seiner Ehefrau Monika, weiteren Gästen und dem früheren Berliner Feuerwehr-Kommandant Willi Welkisch beim Jahresend-Treffen in Polen.
© Foto: Uwe Gaede
So habe man sich gut unterhalten, Monika und Peter Strohbach, letzterer hat den Seelower Ortsverband einst gegründet, kam aber auch wieder gerne ins Gespräch mit Willi Welkisch, dem früheren Feuerwehr-Kommandanten aus Berlin. Beide hatten die Zusammenarbeit mit Polen einst auf die Beine gestellt.
„Alle anwesenden Katastrophenschützer aus Polen, Deutschland und den Niederlanden bekräftigten eindeutig, Katastrophenschutz ist immer ein Gemeinschaftsprojekt und kann nur gemeinsam gestemmt werden, dafür stehen wir auch gemeinsam ein“, betonte der THW-Sprecher aus der Kreisstadt Seelow.