Ehemaligentreffen: Treffen des Rekord-Abi-Jahrgangs 2009 in Seelow
Am Sonnabend lagen sich nun viele Ehemalige in den Armen. Der aktuelle Abi-Jahrgang hatte mit den Lehrerinnen Ramona Ripp und Lisa Kästner das Treffen vorbereitet, die Cafeteria hergerichtet, Kuchen gebacken, Kaffee gekocht und andere Getränke besorgt. Zwischen 28 und 30 Jahre alt sind die einstiger Abituierenten heute, die es in alle Teile der Republik verschlagen hat. Toni Tröger aus Manschnow wollte trotz seines 30. Geburtstages das Wiedersehen nicht verpassen. Er hatte in Senftenberg Wirtschaftsingenieur studiert, kam wieder ins Oderbruch, da er von hier aus als Außendienstler für ganz Ostdeutschland für einen Alu-Hersteller aus Bielefeld agieren kann. Er freue sich, viele mal wieder zu sehen, sagte er.
Sabrina Goldmann lebt in Leipzig, ist in einer großen Bank tätig. Die Zeit am Seelower Gymnasium sei toll gewesen, sagte die einstige Neuhardenbergerin. „Ich habe hier eine solide Basisausbildung bekommen, mit der ich erfolgreich ein berufsbegleitendes Studium absolvieren konnte“, erzählte sie. Ron Watschke zog es nach Rostock. Er hat nach Bacheler- und Master-Studium in einem großen Getränkehandel Leitungsaufgaben übernommen. Linn Dittner kam mit Nachwuchs. „Unser zweites“, sagte sie lachend. Die 28-Jährige studierte Lehramt, unterrichtet in einer Schule in Jena. „Unser Lehrer Herr Steinicke hat mich für meinen Berufswunsch geprägt“, berichtete sie. Er sei ein toller Deutschlehrer gewesen. Linn Dittner gehörte zur Schnell-Läufer-Klasse, die es damals noch gab. Besonders leistungsstarke Schüler hatten eine Klasse übersprungen. Dadurch war auch der Abi-Jahrgang so stark. Luisa Rath gehörte ebenfalls zu den Schnell-Läufern. Sie war aus Prag angereist, wo sie nach weiteren Stationen, darunter in Israel, für das Gotheinstitut arbeitet.
Nicole Böttcher hat nach ihrem Verkehrsstudium gerade einen neuen Job beim Landesbetrieb Straßenwesen in Hoppegarten angetreten. „Es gefällt mir, ich habe da auch gute Jobperspektiven, weil Fachleute gebraucht werden“, berichtete die Letschinerin, die in Berlin lebt. Anne und Roy, einst in Libbenichen und Friedrichsaue zu Hause, hatten ebenfalls ihren Nachwuchs mitgebracht. „Wir sind zwar aus dem gleichen Jahrgang, haben aber erst später zueinander gefunden“, erzählte Anne lachend. Wolf Berner, seit 2015 Oberstufenkoordinator am Gymnasium, freute sich angesichts der zahlreichen Kinderwagen, dass viele nicht nur in ihren Jobs, sondern auch persönlich Verantwortung übernommen haben.
Blick ins alte Jahrbuch
Zum Treffen waren auch ehemalige Tutoren gekommen. Neben Wolf Berner begleiteten Janette und Frank Seifert, Katrin und Jürgen Rausch sowie Martina Kurczyk die Gruppen. Auch sie erinnerten sich, dass es nicht nur zahlenmäßig, sondern auch in Sachen Kreativität und Originalität ein besonderer Jahrgang war. Das Jahrbuch machte die Runde. Nach Führungen durchs Haus hatten sich die Ehemaligen im Sportlerheim des SV Victoria bis zum frühen Morgen viel zu erzählen.


