Eis-Hochwasser der Oder: Eisgrenze wandert bis Lebus, das ist die Lage

Eisschollen stauen sich: Nördlich von Küstrin (Kostrzyn), am Zusammenfluss von Warthe und Oder, haben sich die Schollen zu Hügeln aufgeschoben. Die Situation wird von den polnischen und deutschen Fachleuten genau beobachtet.
Ulf Grieger- Eisschollen stauen sich nördlich von Küstrin – Warthemündung bleibt unter Beobachtung.
- Polnische Wasserbehörde meldet stabile Lage an der Oder, trotz Eisregen und Überschwemmungen.
- Eisgrenze wandert im Oderbruch von Reitwein nach Lebus – Pegel Kienitz bleibt unter 4 Metern.
- Eisbrecher auf polnischer und deutscher Seite bleiben in Bereitschaft für mögliche Einsätze.
- Spaziergänge an der Oder reizvoll, Betreten der Eisflächen wird aber dringend abgeraten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Situation auf der Oder ist stabil. Darüber informiert die polnische Wasserbehörde in Stettin am Montag, 26. Januar. Bis 15 Uhr werde weiterer Eisregen fallen, der aber weiter gefrieren wird. Auf den Deichvorländern werde es bei Überschwemmungen, die eine Dauereisdecke gebildet haben, bleiben.
In Küstrin (Kostrzyn), im Bereich der Warthemündung sorgte die Eisdecke der Oder dafür, dass der Wasserstand der Warthe dort die Hochwasserstände erreichte. Die Landzunge am Zusammenfluss steht unter Wasser. „Die Situation ist jedoch stabil, die Warthemündung bleibt unter ständiger Aufsicht des Polnischen Wasser-Operationszentrums“, so die Stettiner Fachleute.
Eisgrenze erreicht Lebus
Sowohl auf deutscher als auch auf polnischer Seite von Oder wurden keine hydrologischen Gefahren gemeldet. Während einer Pause beim Eisaufbruch seit dem 18. Januar bleiben die Eisbrecher in Bereitschaft, während sie auf Bedingungen warten, die die Wiederaufnahme des Eisbrechens begünstigen. Basierend auf den aktuellen Hydro-Metro-Vorhersagedaten erwarten die Fachleute, dass die aktuelle Feuchtigkeit bei Tagestemperaturen im Bereich von 0 bis +1 Grad kurzfristig ist. Denn für die nächsten Tage werden wieder tägliche Temperaturabfälle prognostiziert.

Eine Nutria an der Warthemündung: Spaziergänge an der Oder sind aufgrund der Witterung jetzt besonders reizvoll. Vor dem Betreten der Eisfläche beider Flüsse wird aber strikt gewarrnt.
Ulf GriegerWährend man darauf wartet, dass sich die Bedingungen verbessern, die die Rückkehr zum Eisbruch ermöglichen, halten sowohl die polnische als auch die deutsche Seite ihre Einheiten den ganzen Tag lang eisbereit.
Martin Zohles, Leiter des Bereiches Brand- und Katastrophenschutz Märkisch-Oderland, bestätigte diese Einschätzungen der Stettiner Behörde. Im Oderbruchabschnitt wandert die Eisgrenze in diesen Tagen von Reitwein nach Lebus hinauf. Zwischendurch hatte es am Wochenende bei Küstrin einen Stau mit erhöhten Pegelständen gegeben. Der für das Oderbruch wichtige Pegel Kienitz liegt derzeit aber unter 4 Meter, sodass es aktuell keine akute Gefahr an der Oder gibt. Die Alarmstufe 1 beginnt bei einem Pegel von 4,80 Meter in Kienitz.

