Erstmals seit einigen Jahren muss der Entsorgungsbetrieb MOL (EMO) die Gebühren anheben. Dies allerdings noch nicht so hoch wie zunächst berechnet, erklärte EMO-Chefin Angela Friesse im Kreistag MOL. Denn der Betrieb habe gut gewirtschaftet und kann eine „Überdeckung“ von 1,57 Millionen Euro dazu einsetzen, die Gebühren zu stabilisieren. Das kommt alle Gebührenpflichtige zugute.

Leerungsgebühr bleibt gleich

In allen Bereichen des EMO liegen die Kostensteigerungen bei rund 8 Prozent. Bereits bei einer Steigerung von 3 bis 5 Prozent könnten die Unternehmen, die der EMO gebunden hat, eine Anpassung der Tarife verlangen. Sogar die Herstellung des Abfallkalenders ist dreimal so teurer als im Vorjahr, so Friesse. Vor allem aber seien es die gestiegenen Dieselkosten, die Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie die steigenden Kosten für die Unterhaltung der Technik, die die Gebührenerhöhung nötig machten. Man habe sich entschlossen, zunächst nur die Grundgebühren zu erhöhen.
Die Grundgebühr für die Abfallentsorgung beträgt bei Wohngrundstücken für jede Person 1,74 Euro je Kalendermonat, bei nur saisongenutzten Grundstücken für jede Person 0,87 Euro je Kalendermonat und für die Entsorgung hausmüllähnlicher Gewerbeabfälle beträgt sie pro aufgestelltem Abfallbehälter 3,56 Euro je Kalendermonat. Die Leerungsgebühren bleiben gleich.
Für einen durchschnittlichen Ein-Personen-Haushalt bedeutet das eine Gebührenerhöhung von 47,52 Euro auf 52,08 Euro im Jahr, für einen Zwei-Personen-Haushalt von 76,98 Euro auf 86,10 Euro und für einen Vier-Personen-Haushalt von 159,84 Euro auf 178,08 Euro. Dabei sie noch nicht die Umlage der CO2-Besteuerung auf die Gebühren enthalten. „Das haben wir auf 2024 verschoben“, so Friesse.