Evakuierung bei Lebus: Munition wird geräumt, Einwohner müssen Häuser verlassen

Evakuierung in Wuhden bei Lebus: Im Ortsteil von Podelzig müssen 106 Einwohner ihre Häuser verlassen.
Friso Gentsch/dpa- In Wuhden bei Lebus wird am Mittwoch, 22. April, Weltkriegsmunition beseitigt.
- 106 Einwohner müssen ab 9.30 Uhr den Bereich Wuhdener Weg 13–71 und Klessiner Weg 3–9 verlassen.
- Der Sperrkreis beträgt 1000 Meter – die Räumung wird bis 12.30 Uhr geplant.
- Treffpunkt der Einsatzkräfte ist um 8.30 Uhr an der Feuerwehr; Kontrolle folgt nach der Evakuierung.
- Betroffene können sich im Gemeindezentrum Podelzig aufhalten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im Podelziger Ortsteil Wuhden bei Lebus wird am Mittwoch, 22. April, nicht transportfähige Fundmunition aus dem 2. Weltkrieg gesprengt und entschärft. Deshalb müssen 106 Einwohner aus dem Wuhdener Weg 13 bis 71 und dem Klessiner Weg 3 bis 9 ihre Häuser verlassen. Sie wurden vom Amt bereits informiert.
Die Evakuierung muss um 9.30 Uhr abgeschlossen sein, informierte Eyleen Franke von der Amtsverwaltung Lbeus. Dann wird das noch mal von Mitarbeitern der Verwaltung sowie von Einsatzkräften der Feuerwehr kontrolliert. Die Kampfmitteltäumung ist dann bis 12.30 Uhr geplant. Die Betroffenen haben die Möglichkeit, sich im Gemeindezentrum Podelzig aufzuhalten.
Sperrkreis von 1000 Metern in Wuhden
Es wird ein Sperrkreis von 1000 Metern eingerichtet, so Eyleen Franke. Eine ähnliche Evakuierung hatten kürzlich die Dolgeliner erlebt. Dort war die Bombenentschärfung in etwa im selben Zeitraum erreicht worden. Truppführer Matthias Metke wird mit Fachleuten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Polizei die Aufgaben erfüllen. Polizei, Feuerwehr und Verwaltung werden sich um 8.30 Uhr an der Feuerwehr zur Einweisung treffen.
Die Dörfer Wuhden und Klessin waren vor 81 Jahren Frontgebiet. Mit der Parole „Fällt Klessin, fällt Berlin“ hatten die Befehlshaber der deutschen Wehrmacht die Soldaten gezwungen, der Belagerung der Stellung bei Lebus standzuhalten. Die führten einen aussichtslosen Kampf, wurden durch ständige Nahkämpfe und stundenlanges Trommelfeuer weitgehend aufgerieben.
Es sollte fast zwei Monate dauern, ehe das Kämpfen und Sterben rund um Klessin beendet war. Gemeinsam mit dem Heimatverein Wuhden und dem Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge hatte der Verein zur Bergung Gefallener in Osteuropa (VBGO) in der Gegend um Klessin zwischen 2005 und 2019 in 19 Sucheinsätzen 237 Soldaten geborgen – 112 deutsche und 125 sowjetische.
