Feuerwehr in Märkisch-Oderland: Warum das Zeltlager der Jugend auf der Kippe steht

Björn Sprecher, Vorsitzender der Kreisjugendfeuerwehr Märkisch-Oderland, Julia Käbermann, Jugendwartin für den Bereich Seelow, und Jonathan Andree, stellvertretender Kreisjugendwart (v.l.n.r.) besprechen am Baggersee in Gusow die Pläne für das geplante Zeltlager.
Peter Grenz- Das 30-jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr Märkisch-Oderland soll mit einem Zeltlager gefeiert werden.
- Der Termin ist vom 24. bis 27. Juli 2023 in Gusow geplant, mit 440 festen Zusagen.
- Die Finanzierung ist unsicher; ein Spendenaufruf auf „gofundme“ wurde gestartet.
- 25.000 Euro sind erforderlich, um das Camp sicher zu ermöglichen.
- Kontakt: b.sprecher@hotmail.de, Spendenkonto: Kreissparkasse Märkisch-Oderland.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die freiwilligen Feuerwehren sind eine tragende Säule Brand- und Katastrophenschutz. Doch es wird immer schwieriger, Menschen für dieses wichtige Ehrenamt zu begeistern und letztendlich zu überzeugen. Um so wichtiger ist deshalb die Nachwuchsarbeit. Schon in jungen Jahren sollen die Kinder für die Mitarbeit in einer Feuerwehr begeistert werden. Bei nicht wenigen von ihnen wird diese Begeisterung und Liebe ein Leben lang anhalten.
Eine entscheidende Rolle bei der Nachwuchsgewinnung spielen die Jugendfeuerwehren, von denen es im Landkreis Märkisch-Oderland mehr als 70 gibt, wie Kreisjugendwart Björn Sprecher aus Letschin berichtet. Rund 350 Jugendwarte kümmern sich um rund 1.200 Kinder und Jugendlichen in den verschiedenen freiwilligen Feuerwehren des Kreises MOL. Mit viel Engagement möchten sie den Nachwuchs dazu begeistern, anderen zu helfen, Verantwortung zu übernehmen und füreinander einzustehen. Sie sollen so von klein auf lernen, Gefahrensituationen selbst zu erkennen und sich dann richtig zu verhalten.

Die Nachwuchsarbeit über die Jugendfeuerwehr, wie hier in Prötzel, spielt bei den meisten Feuerwehren im Landkreis eine sehr große Rolle.
Dennis Lloyd BrätschZeltlager zum Jubiläum der Jugendfeuerwehr in Märkisch-Oderland
„Das letzte Zeltlager fand vor zehn Jahren anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Kreisjugendfeuerwehr Märkisch-Oderland statt – damals im Störitzland im Landkreis Oder-Spree“, sagt Kreisjugendwart Björn Sprecher. Zu diesem Zeitpunkt hatte Martin Zohles dieses Amt inne, der heutige Leiter des Fachdienstes Zilvil-, Brand- und Katastrophenschutz im Landkreis. „Und so wundert es nicht“, so Björn Sprecher, „dass wir mit ihm einen guten Unterstützer für die Idee gefunden haben, auch zum diesjährigen 30-jährigen Jubiläum ein Kreisjugendzeltlager durchzuführen.“
„Geplant ist das Camp vom 24. bis zum 27. Juli dieses Jahres“, teilt Jonathan Andree, stellvertretender Kreisjugendwart, mit. „Das sind die ersten vier Tage von den Sommerferien.“ Stattfinden soll das Zeltlager auf dem Gelände vom Strandbad und Camping Oderbruch am Baggersee in Gusow. „Insgesamt haben wir bereits 440 feste Zusagen, an diesem Camp teilzunehmen“, freut er sich sehr.
Planungen laufen bereits auf Hochtouren
Die Planungen für dieses Treffen sind bereits in vollem Gange. Dabei sollen Spiel und Spaß an erster Stelle stehen. „Darüber hinaus wollen wir natürlich auch fachliche Themen aus den Bereichen Feuerwehr, Sanitätsdienst und Katastrophenschutz vermitteln“, sagt Björn Sprecher und fügt hinzu: „Organisiert soll das in Form von Workshops, wo die Kinder sich aussuchen können, an welchen sie daran teilnehmen“. Dabei sollen Kameradschaft, Teamgeist und sozialer Umgang gestärkt werden. „Wichtig ist uns, dass unser Nachwuchs frühzeitig lernt, zu kommunizieren“, sagt der Kreisjugendwart. „Das ist für persönliche Entwicklung der Kinder und die späteren Aufgaben bei echten Einsätzen elementar wichtig.“
Organisatorisch sei dieses Vorhaben eine große Herausforderung, berichten Björn Sprecher und sein Stellvertreter Jonathan Andree bei einer gemeinsamen Vor-Ort-Besprechung mit Julia Käbermann, der Bereichsjugendwartin für Seelow. Sie sind sich jedoch einig, mit dem Gelände am Baggersee in Gusow einen hervorragend geeigneten Ort gefunden zu haben. Das Gelände auf dem Campingplatz kann gut abgetrennt werden und bietet ausreichend Platz für ein großes Zelt für Verpflegung und Veranstaltungen sowie für die Schlafzelte. Darüber hinaus sind sanitäre Einrichtungen mit Duschen und Toiletten vorhanden. „Wir hoffen natürlich auf bestes Wetter, damit die Kinder auch die Badestelle nutzen können“, sagt Julia Käbermann.

Die Badestelle mit dem Versorgungs- und Sanitärtrakt am Baggersee in Gusow.
Peter GrenzFinanzierung des Zeltlagers ist größte Unsicherheit
„Platzkosten, Zeltmiete, Verpflegung und vieles mehr – all das kostet natürlich auch Geld“, sagt Björn Sprecher. Zwar werde man vom Landkreis sehr gut unterstützt. Er stelle unter anderem Technik und Ausbilder. Aber wie es mit finanziellen Zuschüssen aussieht, könne noch niemand abschließend und sicher sagen. „Ohne ausreichende finanzielle Mittel steht die Durchführung auf der Kippe. Deswegen haben wir uns von der Kreisjugendfeuerwehr dazu entschlossen, in den sozialen Medien einen Spendenaufruf zu starten“, berichtet Jonathan Andree und sagt weiter: „Auf dem Spendenportal „gofundme“ kann unser Vorhaben unterstützt werden. Dort einfach nach Kreiszeltlager 2025 MOL suchen und mit Kreditkarte oder Paypal spenden.“ Wenn das Ziel von 25.000 Euro geschafft wird, kann das Kreiszeltlager sicher stattfinden, sagen die Jugendwarte und hoffen auf reichlich Unterstützung.
Neben Geldspenden seien auch Sachspenden und sonstige Unterstützung gern willkommen. Dazu kann unter der E-Mail-Adresse kjf@kfv-mol.de Kontakt aufnehmen. Auch andere Hilfsorganisationen sind herzlich eingeladen, sich vorzustellen, zu unterstützen oder mit ihrer Jugend am Kreiszeltlager MOL 2025 teilzunehmen.
Spendenkonto für das Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren in MOL 2025
Kreissparkasse Märkisch-Oderland
IBAN: DE94 1705 4040 3909 6186 41
BIC: WELADED1MOL
Verwendungszweck: Spende Kreiszeltlager Kreisjugendfeuerwehr 2025
Bei Spenden über 250,00 € wir auf Wunsch eine Spendenquittung ausgestellt. Dazu bitte Vorname, Nachname bzw. Firmenname sowie die vollständige Anschrift mitteilen. Für Beträge unter 250,00 € genügt in der Regel der Kontoauszug der Bank als Nachweis für das Finanzamt.



