Film in Petershagen-Eggersdorf
: Dreharbeiten im Doppeldorf sorgen für Aufsehen

In Petershagen-Eggersdorf haben Dreharbeiten für Aufsehen bei Passanten gesorgt. Das steckt hinter dem Filmdreh mit Polizei, Blaulicht und Schusswaffen.
Von
Dennis Lloyd Brätsch
Petershagen-Eggersdorf
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Was aussieht wie ein Einsatz von Spezialkräften der Polizei sind Dreharbeiten für einen Film.

Was aussieht wie ein Einsatz von Spezialkräften der Polizei sind Dreharbeiten für einen Film. Jetzt ist klar, was dort produziert wurde.

Dennis Lloyd Brätsch
  • Dreharbeiten für einen Werbefilm sorgten in Petershagen-Eggersdorf für Aufsehen.
  • Polizei-Requisiten und ein abgesperrter Edeka-Parkplatz wirkten wie ein echter Einsatz.
  • Gedreht wurde ein Film über professionelle Ausrüstung, z. B. für Spezialeinheiten.
  • Die Gemeinde und Anwohner wurden vorab informiert, keine Gefahr bestand zu keinem Zeitpunkt.
  • Am späten Nachmittag des 19. Oktober waren die Aufnahmen abgeschlossen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Für kurze Zeit wirkte es am Sonntagmittag (19. Oktober) so, als sei in der Lessingstraße in Petershagen-Eggersdorf ein schwerer Polizeieinsatz im Gange. Der Parkplatz vor dem Edeka-Markt war mit weiß-rotem Band abgesperrt, ein ziviles Einsatzfahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht stand vor dem Eingang, und auf dem Dach des Gebäudes waren Männer mit Schusswaffen zu sehen.

Was für viele Passanten nach einem Einsatz von Spezialeinsatzkräften aussah, stellte sich jedoch schnell als harmlos heraus: Es handelte sich um Dreharbeiten für einen Werbefilm.

Filmdreh in Petershagen-Eggersdorf: Requisiten statt echter Waffen

Wie die Initiatoren mitteilten, wurde am Edeka-Markt ein Film über Ausrüstungsgegenstände für den professionellen Einsatz gedreht. Die realistisch wirkenden Waffen und Schutzkleidung, die dabei zum Einsatz kamen, seien reine Requisiten.

  • Gedreht wurde auch auf dem Dach von Edeka in der Lessingstraße.

    Gedreht wurde auch auf dem Dach von Edeka in der Lessingstraße.

    Dennis Lloyd Brätsch
  • Täuschend echt wirkten dabei die Darsteller, die als SEK-Team zum Einsatz kamen.

    Täuschend echt wirkten dabei die Darsteller, die als SEK-Team zum Einsatz kamen.

    Dennis Lloyd Brätsch
  • Der Parkplatz von Edeka war weiträumig gesperrt. Hinweisschilder klärten über die Dreharbeiten auf.

    Der Parkplatz von Edeka war weiträumig gesperrt. Hinweisschilder klärten über die Dreharbeiten auf.

    Dennis Lloyd Brätsch
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Maßgeblich beteiligt an der Produktion war die Firma Lukas Hydraulik, die unter anderem Rettungsgeräte für Feuerwehren und technische Einsatzkräfte herstellt. Ziel der Filmaufnahmen ist es, Ausrüstung in realitätsnahen Szenarien zu präsentieren – unter anderem solche, die bei Polizei oder Spezialeinheiten vorkommen könnten.

Keine Gefahr für Anwohner von Petershagen-Eggersdorf

Eine Gefahr habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, betonen die Verantwortlichen. Die Dreharbeiten wurden im Vorfeld mit der Gemeinde und dem Markt abgestimmt, auch Anwohnerinnen und Anwohner aus der direkten Nachbarschaft seien durch Flyer informiert worden. Während der Aufnahmen standen zudem an mehreren Stellen rund um den Markt Hinweisschilder, die auf den Hintergrund der Aktion aufmerksam machten.

Edeka-Inhaber Stephan Losensky bestätigt: „Wir haben Montag wie gewohnt geöffnet.“ Der Markt war am Sonntag während der Dreharbeiten geschlossen, auch wenn sich die Türen ab und an öffneten. Bereits am Abend sollten die Aufnahmen abgeschlossen sein.

Die mit Helmen und Schutzwesten ausgestatteten Darsteller und das auffällige Polizei-Fahrzeug wirkten täuschend echt. Auch der Einsatz auf dem Dach des Gebäudes war von weitem gut sichtbar. Am späten Nachmittag wurden die Absperrungen wieder abgebaut. Zurück blieb – neben mancher irritierten Nachfrage – vor allem die Erkenntnis, dass sich in Petershagen-Eggersdorf kein echter Polizeieinsatz abgespielt hatte, sondern lediglich ein Film entstand, der möglichst authentisch wirken sollte.