Bei dem massiven Fischsterben in der Oder sind nach aktuellen Berechnungen über 200 Tonnen Fische umgekommen. Laut dem „Institut für Binnenfischerei (IfB)“ handelt es sich dabei um 25 bis 50 Prozent der Fische in der Oder. Trotzdem dürfen die Bauarbeiten des Oderausbaus auf polnischer Seite fortgesetzt werden. Steffi und Norbert Bartel aus Kienitz wollen sich gegen die weitere Zerstörung und Verschmutzung der Oder wehren.
Mit ihrer Bürgerinitiative “Save Oder Die“ starteten sie im Internet auf innn.it die Petition „Nach Fischsterben: Ausbau der Oder auf polnischer Seite jetzt stoppen!”. Im Petitionstext heißt es: „Wir fordern, dass der Ausbau der Oder auf polnischer Seite umgehend gestoppt wird! Bundesumweltministerin Steffi Lemke, inzwischen ist nahezu das gesamte Flusssystem betroffen, von Polen über das gesamte Oderbruch mit seinen Oderarmen bis hinauf ins Stettiner Haff und in die Ostsee! Setzen Sie sich dafür ein, den Oderausbau zu beenden und in den Schutz und die Renaturierung der Oder zu investieren.“ Daran beteiligten sich bereits bis Freitagnachmittag 345 Menschen.

Gemeinsam am Ufer musizieren

Am 4. September wollen die Aktivisten der Oder beistehen. Am 4. September ist um 15 Uhr ein Konzert an den Oderufern geplant. „Wir stellen uns vor, dass alle, die einzeln oder als Gruppe mitmachen wollen, sich einen Platz am Oderufer suchen, um Musik zu machen, Geräusche zu machen oder einfach nur beizuwohnen. So hoffen wir von Tschechien bis zur Ostsee auf Unterstützung“, so die Initiatoren.
Kontakt: BUND-Infopunkt Oderbruch auf dem Naturerlebnishof Uferloos, Deichweg 9
15324 Letschin, Ortsteil Kienitz
info@uferloos.de
Tel. 033478 38976
mobil: +49 173 172 62 05