Fotografie in MOL
: Zwischen Kuhstall und Deich – wo die Oderbruch-Landschaft zum Star wird

Das Besondere des Oderbruchs im Foto festzuhalten, versuchen viele Fotografen. Niclas Baronsky hat direkt am Deich dafür seinen ganz eigenen Stil entwickelt.
Von
Ulf Grieger
Zelliner Loose
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Landschaftsfotografie vom Feinsten: Der in Eberswalde aufgewachsene Fotograf Niclas Baronsky bietet direkt am Oderdeich in Zelliner Loose kunstvolle Fotos an. Wie kann man sie erwerben?

Ulf Grieger

„Authentische Landschaftsfotografie“ – so nennt Niclas Baronsky (48) selbst seine Kunst. Für den Laien sind es einfach auch fantastisch schöne Ansichten vom Oderbruch. Da sind Stimmungen einfangen, die Weite der Landschaft – oft gebrochen durch Bäume – die Einsamkeit, aber auch die Spuren vom Entstehen und Vergehen.

Viele Fotos entstehen durch Langzeitbelichtung. Diese Technik wird bei schwachen natürlichen Lichtquellen eingesetzt oder im technischen und künstlerischen Bereich, um Bewegungsabläufe aufzuzeigen. Eine besondere Drucktechnik ermöglicht, dass einzelne Motive erhaben sind, was der Karte oder dem Foto Tiefe gibt.

Souvenir direkt vom Oderdeich in Zelliner Loose: Niclas Baronsky ist Fotograf im Nebenerwerb.

Ulf Grieger

Seit knapp drei Jahren ist der mit Frau und Kind in Berlin wohnende Nebenerwerbs-Fotograf auch Oderbrücher. Der gebürtige Eberswalder, der in Berlin beim Katastrophenschutz arbeitet, hat das kleine „Umsiedlerhäuschen“ von 1948 erworben, das an der Deichzufahrt Zelliner Loose direkt hinter Pixbergs Kuhstall steht. Somit hat Niclas Baronsky den Deich zum einen, den Kuhstall zum anderen Nachbarn, und gegenüber noch ein altes Fachwerkhaus, das ein Bauunternehmer aus Bad Freienwalde liebevoll saniert hat.

Wer häufig auf dem Deich wandert oder radelt, kennt das Haus, weil der Vorbesitzer einen großen hölzernen Adler in den Vorgarten gestellt hat. Für die Touristen auf dem Damm hat Baronsky einen Verkaufsstand mit Kasse des Vertrauens eingerichtet. Dort kann man die kunstvollen Oderbruch-Postkarten erwerben.

Zwischen Kuhstall und Diech: Das „Umsiedlerhäuschen“ stammt von 1948.

Ulf Grieger

Es gibt sie aber auch an elf weiteren Verkaufsorten wie im Kunstspeicher Friedersdorf, im Kolonistencafé Neulietzegöricke oder im Letschiner „Hahn im Glück“.