Frühjahr: Mittendrin in der Pflege der Radwege bei Seelow

Kurze Unterbrechung beim Heckenschnitt: Danny Sielski von der Kreisstraßenmeisterei mit einer Fettpresse vor dem Hansa-Geräteträger auf dem Oderbruchbahnradweg zwischen Müncheberg und Elisenhof
Anett ZimmermannDafür seien Radfahrer inzwischen gefühlt das ganze Jahr unterwegs. „Die Saison hat auch in diesem Frühjahr eher begonnen. Die Vegetation ist zum Teil bereits recht weit“, berichtet Sabine Poganiatz. So hätten Mitarbeiter Anfang April mit der Streckenkontrolle der Radwege begonnen, Rastplätze in Ordnung gebracht und Windbruch in Größenordnungen entfernt.
Wegenetz wird länger
Inzwischen sei man mittendrin in den Kehr– und Mäharbeiten, im Heckenschnitt und in der Bankettpflege. Die Randbereiche müssten immer wieder in Größenordnungen aufgefüllt werden. „Die landwirtschaftlichen Maschinen sind meist einfach zu breit für die Wege. Das lässt sich leider nicht ändern.“
Das Radwegenetz, für das die Kreisstraßenmeisterei zuständig ist, hat eine Länge von 104 Kilometern. In diesem Jahr kommen wieder ein paar hundert Meter hinzu. „Bei Rathsdorf laufen die Bauarbeiten“, erklärt Sabine Poganiatz und verweist darauf, dass in dem Zuge auch ein Durchlass instand gesetzt worden ist. Der insgesamt drei Kilometer lange Lückenschluss zwischen Rathsdorf und Altranft soll dann im nächsten Jahr fertiggestellt werden.
Mit der Maßnahme zwischen Neulewin und Kerstenbruch sei ebenfalls begonnen worden. „Dort ist das Pflaster bereits raus.“ Das 0,8 Kilometer lange Teilstück soll asphaltiert werden.
Mitarbeiter Danny Sielski war in den vergangenen Tagen mit einem Hansa–Geräteträger unter anderem auf dem Europaweg R 1 bei Altlandsberg unterwegs, um Hecken zu schneiden. Mit dem vor etwas mehr als einem Jahr angeschafften Fahrzeug zeigt sich die Leiterin der Kreisstraßenmeisterei sehr zufrieden.
„Damit haben wir anständig aufgeholt“, sagt sie und sieht vor allem den damit möglichen Ein–Mann–Betrieb sehr positiv. Danny Sielski verweist auf weitere Einsatzmöglichkeiten wie Fegen, Mähen oder das Säubern von Leitpfosten. Schnitt– und Mähgut würden über das Gebläse gleich vor Ort verteilt. Das fällt am nächsten Tag beim Fototermin auf dem Oderbruchbahnradweg bei Müncheberg kaum noch auf. Dafür aber der Unterschied zwischen Hecke schon geschnitten und noch nicht.
Hin und wieder macht der gelernte Straßenbauer davon Fotos — zur Dokumentation in der Meisterei, aber auch schon mal privat. Den etwas mehr als 2,2 Kilometer langen Abschnitt zwischen Müncheberg und Elisenhof bezeichnet er sogar als seine Lieblingsstrecke. Dass er mit dem Fahrzeug zum Einsatzort nicht schneller als 60 Kilometer pro Stunde fahren kann, störe ihn nicht. „Das wird einkalkuliert“, sagt er und ist auf den Radwegen dann ohnehin meist nicht mit mehr als Schritttempo unterwegs.
Die Heckenschere bedient er von einem Hebel neben dem Lenkrad aus. Über einen Bildschirm kann er vorab bestimmte Einstellungen auswählen. Hin und wieder steigt er aus seiner Kabine aus. „Wenn sich zum Beispiel ein Ast verkantet hat, auch wenn das nicht passieren sollte.“ Oder um aus der großen Werkzeugkiste auf der Ladefläche die Fettpresse herauszuholen. „Die beweglichen Anbauteile müssen zwischendurch schon mal geschmiert werden.“
Nach dem jüngsten schweren Unfall auf der Bundesstraße 167 mehren sich unterdessen erneut die Nachfragen zum bereits seit Jahren geplanten Bau des Radwegs zwischen Altfriedland und Gottesgabe. Dafür stehe der Planfeststellungsbeschluss noch aus, erklärte jetzt Steffen Streu, Pressesprecher des Landesbetriebs Straßenwesen. Der Beschluss sei in diesem Jahr vorgesehen, der Bau selbst dann 2022. Schwierigkeiten bestünden durch zwei Brückenbauten über den Stöbber, die im Zuge der Maßnahme gleich mit ersetzt werden sollen, und den dort vorhandenen Untergrund. So seien Abstimmungen mit dem Naturschutz erforderlich, die noch nicht abgeschlossen sind.
Landesbetrieb baut an der B 1
An der B 1 in Lichtenow waren zuletzt bereits vorbereitende Arbeiten zu beobachten. Für den Radweg zwischen Fredersdorf und Dahlwitz–Hoppegarten läuft laut Steffen Streu die Planung. Anfang 2021 soll demnach die Ausschreibung erfolgen. Das Teilstück zwischen dem Müncheberger Ortsteil Hoppegarten bis zur Landesstraße 385 Richtung Kienbaum befindet sich dagegen noch in der Entwurfsplanung. Die markante Kurve in Heidekrug soll, so der Pressesprecher, einbezogen werden. Ebenfalls in der Entwurfsplanung sei der Radweg an der L 36 zwischen Trebnitz und Wulkow. Für die B 167 zwischen Bad Freienwalde und Falkenberg würden weiterhin verschiedene Varianten geprüft.