Gaudi
: Neptuntaufe beim Alt Zeschdorfer Strandfest

Der Wassergott und sein Gefolge landete am Alt Zeschdorfer Strand an, um viele Landratten zu taufen. Ein Vierjähriger gewann danach noch den 2. Arschbomben-Contest.
Von
Cornelia Link-Adam
Alt Zeschdorf
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Strandfest in Alt Zeschdorf: Etliche Kinder und Erwachsene wurden am Sonnabend von Neptun und seinem Gefolge getauft. Bevor es ins Bubble-Schleimbad ging, wurden die Landratten rasiert und mussten einen kräftigen Schluck ekliger Taufbrühe trinken.

Cornelia Link-Adam

Narren kennen keine Sommerpause. Auch wenn gerade keine Karnevalssaison ist, haben die Mitglieder vom Alt Zeschdorfer Hohenjesarscher Carneval Club 1983 (AHCC) am Sonnabend wieder für etliche Lacher gesorgt. Sie unterstützten das von Amt und Gemeinde organisierte Strandfest an der Badestelle von Alt Zeschdorf auf ihre ganz eigene Weise – mit Gaudi-Aktionen.

Während sich die älteren Besucher auf der großen Wiese, an Bierwagen und Versorgungsständen, auch vom Feuerwehrsport Zeschdorf, mit Getränken und Leckereien versorgten, war der Nachwuchs im Wasser und an etlichen Spielständen aktiv. Beliebt war auch die kleine Eisenbahn, in deren Anhänger sich Kinder  – zwischen Handtüchern der zahlreichen Gäste  hindurch – chauffieren ließen. Die Absicherung des Festes übernahm wieder der Verein Paramedic Brandenburg.

Wind beeinträchtige Anlanden

Dann der Aufschrei: Neptun kommt! Mit seinem Gefolge ließ sich der Wassergott über den Hohenjesarschen See zum Strand rudern. Keine einfache Aufgabe für die Piraten, blies doch stark der Wind. Kaum am Ufer wurden  Neptun (alias Frank Wöllert), seine Nixen Stella und Alina sowie die Piraten von Schaulustigen umringt. "Blub, blub, blubba, blub“ - keiner verstand Neptuns Grußworte. Die Ansprache des Wassergottes übersetzte Ralf Nowak, Präsident des AHCC. Lob gab es für fleißige Landratten, die Neptuns Reich sauber halten, Schimpfe aber auch für Strolche, die darin Müll abladen oder im See „Lulu-Machen.“

Um sein Gefolge zu vergrößern ließ Neptun sieben Landratten taufen. Diese wurden spontan ausgewählt, eingefangen, rasiert und mussten eklige Brühe trinken. Getauft wurden sie in einem vorbereiteten Planschbecken voller Bade-Schleim. Das Prozedere traf viele Kinder, die sich danach „Quirlige Qualle“ oder „Schielender Tigerhai“ nennen durften. Aber auch Namen wie „Pingeliger Pangasius“, „Flinke Forelle“, „Hungriger Hummer“ oder „Trüber Wattwurm“ sorgten für Lacher. Als einer der wenigen Erwachsenen darf sich Jan Lages jetzt „karierter Kastenfisch“ nennen. „Die undefinierbare Brühe hat nach Ketchup geschmeckt“, so der Lebuser nach dem Akt. Für ihn war es die erste Taufe seit seiner Ferienlager-Kinderzeit.

Während Neptun über den See entschwand, begann am Ufer das nächste Spektakel: Der 2. Arschbomben-Contest. An der AHCC-Strandbar hatten sich 19 Freiwillige gemeldet. Kinder, aber auch Erwachsene hüpften nacheinander von auf dem Steg aufgebauten dreistufigen Podest ins Wasser und versuchten bei ihrer Arschbombe mächtig zu spritzen. Alles wurde bissig kommentiert von AHCC-Chef Nowak und bewertet von den Narren Paul, Elli und Gregor als Jury mit Noten bis 10. Am Ende ging die TOP 3 ins Stechen: Keine Chance hatten die Erwachsenen Michael Köcher (Zeschdorf) und Kevin Suhr (Hohenjesar) gegen den jüngsten Starter im Wettbewerb: Der Vierjährige Victor Zintel aus Zeschdorf, mit Schwimmgürtel um den Bauch, gewann den Pokal. Das belohnten die Zuschauer mit viel Applaus und Jubelrufen.

Im kommenden Jahr, wohl am 20. Juli, gibt es beim Strandfest anstatt der Neptuntaufe wieder die beliebte Bootsregatta auf dem See – der Admiralscup des AHCC.