Gedenken an Schlacht bei Seelow
: 67 Soldaten auf Kriegsgräberstätte Lietzen eingebettet

Die Schlacht um die Seelower Höhen jährt sich zum 78. Mal. Auf der Kriegsgräberstätte in Lietzen sind im Gedenken 67 deutsche Soldaten eingebettet worden.
Von
dpa, bb
Lietzen
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  • Gedenken in Lietzen: Auf dem Soldatenfriedhof in Lietzen (Märkisch-Oderland) werden kleine Särge mit den sterblichen Überresten deutscher Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg eingebettet.

    Gedenken in Lietzen: Auf dem Soldatenfriedhof in Lietzen (Märkisch-Oderland) werden kleine Särge mit den sterblichen Überresten deutscher Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg eingebettet.

    Patrick Pleul/dpa
  • Gedenken in Lietzen: Wolf-Dietrich Kroll (M), 96-Jähriger Zeitzeuge und ehemaliger Gefreiter vom Fallschirmjäger-Regiment 27 aus dem Zweiten Weltkrieg, wird von zwei Bundeswehrsoldaten gestützt. Er war als Zeitzeuge bei der Veranstaltung in Lietzen dabei.

    Gedenken in Lietzen: Wolf-Dietrich Kroll (M), 96-Jähriger Zeitzeuge und ehemaliger Gefreiter vom Fallschirmjäger-Regiment 27 aus dem Zweiten Weltkrieg, wird von zwei Bundeswehrsoldaten gestützt. Er war als Zeitzeuge bei der Veranstaltung in Lietzen dabei.

    Patrick Pleul/dpa
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Bei einer Gedenkveranstaltung an die Schlacht um die Seelower Höhen vor 78 Jahren sind am Donnerstag (19. Oktober) auf der Kriegsgräberstätte in Lietzen 67 deutsche Soldaten eingebettet worden.

Bei der Großoffensive der Roten Armee ab dem 16. April 1945 sei auch das Dorf Lietzen südlich von Seelow von einer Feuerwalze überrollt worden, teilte die Deutsche Kriegsgräberfürsorge mit. In der Schlacht beim Marsch der Roten Armee auf Berlin hätten auf deutscher Seite viele sehr junge oder alte Männer gekämpft, die in den letzten Kriegsjahren hastig eingezogen worden seien.

Zeitzeuge nimmt an Gedenken bei Seelow teil

Bei den Kämpfen verloren Zehntausende sowjetische und deutsche Soldaten in wenigen Tagen ihr Leben. An der Gedenkveranstaltung nahm auch der 96 Jahre alte Wolf Dietrich Kroll teil, der als junger Mann in einem Fallschirmjäger–Regiment an der Schlacht teilgenommen hatten. „Ich komme hierher, weil einige Kameraden im Oderbruch gefunden worden sind und hier beigesetzt werden — deswegen komme ich immer hierher, das ist wichtig“, sagte er. Über seine Geschichte als junger Soldat berichte er auch häufig in Schulklassen.