Heizen in Golzow
: Wärme mit Zukunft – auf dem Weg zu erneuerbaren Energien

Deutschland hat zum Ziel, bis 2045 klimaneutral zu heizen. Welche Möglichkeiten es gibt und welche Wege Golzow gehen kann – darüber soll in einer Einwohnerversammlung gesprochen werden.
Von
Peter Grenz
Golzow
Jetzt in der App anhören

Heizen mit Zukunft – Golzow auf dem Weg zu erneuerbaren Energien. (Symbolbild)

Thomas Banneyer/dpa

Deutschland soll bis 2045 klimaneutral heizen. Um die Bürger und Unternehmen zu informieren, wie das in ihrer Gemeinde in Zukunft möglich ist, sind die Kommunen verpflichtet, bis Mitte 2028 einen Wärmeplan zu erstellen.

Dabei sollen Kommunen unter 10.000 Einwohner ein vereinfachtes Wärmeplanverfahren vornehmen können. Doch die gesetzliche Regelung im Brandenburg steht noch aus. Golzow möchte sich jedoch schon frühzeitig mit diesem Thema beschäftigen.

Grundlage ist das Wärmeplanungsgesetz

Das Wärmeplanungsgesetz des Bundes bildet die rechtliche Grundlage für die verbindliche und systematische Einführung einer flächendeckenden Wärmeplanung in ganz Deutschland und setzt einheitliche Standards. Jeder Hausbesitzer oder jedes Unternehmen soll über den Wärmeplan seiner Gemeinde erfahren, welche Möglichkeiten des klimaneutralen Heizens zur Verfügung zu stehen. Besteht die Möglichkeit, sich an ein Fernwärmenetz anzuschließen oder muss man sich selbst für eine klimaneutrale Variante entscheiden? Diese Frage beantwortet der Wärmeplan.

Chance für Golzow nutzen

Frank Schütz, Bürgermeister von Golzow, ist überzeugt, dass der Weg hin zum klimaneutralen Heizen unumkehrbar ist. „Ich sehe das als Chance für Golzow, wenn wir uns frühzeitig mit diesem Thema beschäftigen“, sagt er und fügt hinzu, „dass Golzow ja bereits einschlägige Erfahrungen mit der Fernwärme hat, worauf man aufbauen kann.“

In Bundesländern wie Baden-Württemberg oder Schleswig-Holstein wird die Wärmeplanung bereits umgesetzt. Sie zeigt, dass die Bedingungen überall anders sind. So stehen in den unterschiedlichen Orten auch unterschiedliche Quellen für erneuerbare Energien zur Verfügung. Manche können auf unvermeidbare Abwärme zugreifen, andere auf Wasserkraft. Aber auch die Infrastrukturen, wie die Energie zu den Verbrauchern kommt, ist von Ort zu Ort unterschiedlich.

Bürgermeister Schütz möchte mit den Einwohnern über die Möglichkeiten sprechen, wie Golzow und seine Bürger gemeinsam profitieren können. „Ich möchte jedoch vorwegschicken, dass es noch keine konkreten Planungen gibt“, so Frank Schütz. „In der Einwohnerversammlung, die am 14. März ab 17 Uhr im Gemeindezentrum Golzow stattfindet, soll in das Thema eingeführt werden und erste Möglichkeiten und Ideen vorgestellt werden“, sagt er. Dazu begrüßt er als Gäste Bert Tschirner, von der Wirtschaftsförderung Berlin-Brandenburg sowie den Bürgermeister der Gemeinde Bosbüll, Ingo Böhm, der über ein Projekt Wärme aus Wind spricht.