Hochwasser an der Oder: Alarmstufe 3 im Oderbruch am Montag erwartet

Pegel Kienitz: Unterhalb der Warthe-Mündung gelegen, ist das der ausschlaggebende Pegel für die Hochwasserwarenstufen im Oderbrch.
Ulf Grieger- Hochwasser-Alarmstufe 3 wird ab Montag im Oderbruch erwartet.
- Erste Straßensperrungen bereits erfolgt, weitere geplant.
- Bürgertelefon ab 23. September erreichbar.
- Tierhalter im Deichgebiet informiert, keine Panik.
- Offizielle Infos nur von Märkisch-Oderland weitergeben.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im Bereich des Oderbruchs wird die Alarmstufe III (5.80 Meter am Pegel Kienitz) für Montag (23. September) erwartet, informiert der Landkreis Märkisch-Oderland. Das Landesamt für Umwelt (LfU) hat die Alarmierungsstufe I für Ratzdorf und Eisenhüttenstadt (Landkreis Oder-Spree) ausgerufen. Von dem baldigen Erreichen der Hochwasseralarmstufe I für Märkisch-Oderland ist auszugehen.
Derzeit liegt der Pegel Kienitz bei 341cm. Nach den aktuellen Prognosen des LfU werden in Märkisch-Oderland am 23. September die ersten Pegel die Richtwerte Alarmstufe III erreichen. Es ist wahrscheinlich, dass die Alarmstufe IV sehr schnell auf die A III folgen wird.
Deichstraßen wegen Hochwasser gesperrt
Im Bereich Bleyen-Genschmar, Am Oderdamm, Nieschener Deich, sind bereits erste Straßensperrungen erfolgt. Weitere Straßensperrungen werden folgen, um unberechtigte Zufahrten auf den Deich zu verhindern. „Derzeit entscheidet der polnische Kreis Lebus (Lubuskie) über eine Sperrung der Grenzbrücke Küstrin-Kietz/Kostrzyn nad Odra “, heißt es in der Pressemitteilung des Kreises MOL. Die zuständige Generaldirektion für Autobahnen und Nationalstraßen hat aber noch keine Entscheidung getroffen. Der Schienenverkehr auf der Bahnbrücke ist derzeit nicht eingeschränkt.
Der Landkreis steht mit den betroffenen Kommunen entlang der Oder in stetigem Austausch. Die Bau- und Mahd-Maßnahmen am Deich sind abgeschlossen. Tierhalter im Deichgebiet wurden durch den Gewässer- und Deichverband auf die nun erforderlichen Maßnahmen hingewiesen. Landrat Gernot Schmidt: „Es ist nicht das erste Hochwasser, dass uns im Oderbruch betrifft. Wir werden auch diese Herausforderung bewältigen. Ich vertraue da den Vorbereitungen meines Hauses, aber auch dem Pragmatismus der Menschen aus dem Oderbruch. Ohne Panik und mit der gebotenen Entschlossenheit stellen wir uns der Dinge, die auf uns zukommen.“
Bürgertelefon in Märkisch-Oderland ab Montag erreichbar
Bei Fragen oder Meldungen von Gefahrenstellen am Deich wenden sich Bürgerinnen und Bürger an die Mailadresse oderhochwasser@landkreismol.de Ein Bürgertelefon wird ab 23. September von 8 bis 16 Uhr unter der Nummer 03346/850-8055 zur Verfügung stehen.
Helfer finden auf der Webseite spontanhilfe.de Inserate über die benötigte Hilfe. Hier wird der Landkreis seine Hilfebedarfe veröffentlichen. Gerne können sich Spontanhelfende auch an ihre Kommune wenden, um Hilfe anzubieten. Auf der Webseite des Landkreises Märkisch-Oderland werden in den nächsten Tagen weitere Informationen und die künftigen Lagemeldungen bereitgestellt. Die Lagemeldungen werden ab dem 23. September auch täglich über die Warn-App BIWAPP veröffentlicht.
„Um die Deichverteidigung nicht zu behindern, bitten wir darum, jede Form von Hochwassertourismus zu unterlassen und die Zufahrten der Deiche nicht zu blockieren.“, so Pressesprecherin Johanna Seelig. Das Verbreiten von Falschmeldungen kann zu großen Unsicherheiten bei den betroffenen Menschen führen und ist zwingend zu unterlassen. Geben Sie nur offizielle Informationen des Landkreises Märkisch-Oderland weiter, diese sind mehrfach geprüft und verifiziert.




