Infodienst des Landkreises
: 4000 neue BIWAPP-Nutzer in Märkisch-Oderland

Die BIWAPP meldet sich zurzeit täglich auf dem Handy ihrer Nutzer. Der Kreis nutzt die Anwendung seit gut zwei Jahren.
Von
Anett Zimmermann
Seelow
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Blick aufs Handy: In dieser Woche gab es auch Informationen zum Nahverkehr.

Anett Zimmermann

Insgesamt nutzen etwa 16 000 Menschen diesen Service, den der Landkreis seit Januar 2018 anbietet. „Wir wissen allerdings nicht, ob die Leute alle in Märkisch-Oderland zu Hause sind, hier arbeiten oder beides“, sagt Berendt. Jeder Interessierte könne in der App seinen gewünschten Ort einstellen, darunter zum Beispiel Berlin und den Umkreis von bis zu 100 Kilometern. „Dann erhält er also auch Mitteilungen von uns“, erläutert der Kreissprecher und verweist darauf, dass bei BIWAPP inzwischen an die 50 Landkreise mitmachen.

Mit NINA und KATWARN gebe es zwei weitere solcher Anwendungen, aber die seien eher überregional. „Da fehlt die Schnittstelle für Kommunen“, sagt Thomas Berendt und verweist in Bezug auf diese Apps auf Informationen, zum Beispiel bei großen Waldbränden oder wenn Lebensmittelhersteller oder Supermarktketten erpresst werden.

Sparkasse nutzt Schreibrecht

„Wir haben BIWAPP zu Beginn stark beworben“, blickt er zurück. Noch immer wird darauf auf den Internetseiten des Landkreises aufmerksam gemacht, darunter bei den Allgemeinen Informationen und Verhaltensregeln zum Coronavirus in Märkisch-Oderland. Warnungen und Hinweise werden meist über den Pressesprecher der Kreisverwaltung in das System eingegeben.

Schreibrechte könnten zudem an Kommunen, Energieversorger oder Wasserverbände weitergegeben werden. „Das wurde bisher jedoch nicht nachgefragt“, sagt Berendt und fügt hinzu, dass unter anderem auch Zeugenaufrufe der Polizei, Sturmwarnungen, Blutspendetermine oder Impfaufrufe versendet werden.

Und von sich aus nutze die Sparkasse Märkisch-Oderland die App. „Damit kann sie ihre Kunden schnell erreichen, wenn zum Beispiel eine Filiale vorübergehend geschlossen werden muss.“

Dahinter könnten ganz banale Gründe, wie ein Rohrbruch in der Straße stehen, macht Thomas Berendt deutlich und fügt hinzu: „Wir haben mit BIWAPP gute Erfahrungen gemacht.Darüber können wir besser und vor allem schneller Warnungen und Hinweise weitergeben, als dies über die Internetseite des Landkreises möglich ist.“ Schließlich seien die Nutzer über ihr Mobiltelefon direkt erreichbar.

Als Landkreis wolle man regelmäßig informieren und natürlich auch einen Mehrwert bieten. „Wir möchten die Aufmerksamkeit der Nutzer erhalten, aber sie zugleich nicht überfrachten“, sagt Berendt und spricht von mindestens einer Meldung pro Woche. Zurzeit sind es allerdings deutlich mehr.