Integration: Schwimmkurs in Zechin soll fortgeführt werden
Das erste Mal hatte der Kreissportbund Märkisch–Oderland (KSB), dessen Geschäftsführerin sie ist, Schwimmkurse für Kinder mit Migrationshintergrund organisiert. „Das probieren wir im nächsten Jahr gleich noch einmal“, zeigte Manja Lindner sich sowohl mit der Resonanz als auch mit dem Ergebnis zufrieden. Ein großes Lob gab es zudem für die Kooperationspartner — Kerstin Dickhoff als Migrationsbeauftragte des Landkreises und den Verein OderlandKids als Betreiber des Freibads Zechin.
Letzterer hatte wie immer bereits in der ersten Ferienwoche zwei Schwimmkurse für Kinder angeboten. „Wir hatten mehr Anfragen als Plätze“, berichtete Heike Hundertmark und konnte sechs Eltern aus der Region mit der Nachricht überraschen, dass ihre Kinder an den Kursen des KSB teilnehmen können.
So entsprach das Angebot am Ende noch mehr dem Projekt „Sport integriert“ des Bündnisses für Brandenburg, für das Mittel aus Regionalbudget zur Verfügung gestellt wurden. Die Kinder hatten sichtlich ihren Spaß und Sprachbarrieren gab es ohnehin nicht. Fünf Kinder kamen aus der Gemeinschaftsunterkunft in Neuhardenberg. In Seelow hatte Marion Nowack vom Integrationsverein Eltern angesprochen und weitere zehn Teilnehmer gewonnen. Den Hol– und Bringedienst habe der KSB, so Manja Lindner weiter, dank des Kleinbusses organisieren können, den die Sparkasse Märkisch–Oderland im vergangenen Jahr an den Dachverband übergeben hatte.
Und bei der Suche nach einer geeigneten Einrichtung sei die Wahl schnell auf den Verein OderlandKids in Zechin gefallen. „Er hat hier alles in der Hand und Erfahrungen im Umgang mit den Jüngsten, kann auch die Versorgung absichern.“
Weiteres Plus: Die ehrenamtlichen Helfer, die die Schwimmkurse für den Zechiner Verein betreuen haben sich bereit erklärt, auch die beiden KSB–Kurse in diesen Sommerferien zu übernehmen. „Ich bin noch immer begeistert darüber, wie schnell die Zusagen von allen Beteiligten kamen“, sagte Manja Lindner, worauf Heike Hundertmark entgegnete: „Die Eltern und Kinder, die wir nun doch noch berücksichtigen konnten, waren total glücklich.“ Schließlich seien die Schwimmkurse in Zechin fast so etwas wie ein Selbstläufer: „Die haben sich über Nachbarn und Klassenkameraden herumgesprochen. Auch viele Geschwisterkinder sind dabei.“
So ist in diesen Tagen längst die Idee für eine Fortsetzung im nächsten Jahr aufgekommen, um das Erlernte auch zu vertiefen. „Dass Kinder schwimmen können, ist so wichtig“, sind sich die Kooperationspartner einig. Wobei Manja Lindner zu bedenken gibt, dass jetzt gerade mal erste Grundlagen gelegt worden sind: „Die Teilnehmer können sich kurze Zeit über Wasser halten, mehr aber noch nicht.“ Mit der Fortsetzung im Blick habe der KSB bereits zusätzliche Schwimmhilfen angeschafft, die in Zechin verbleiben sollen.
Kristy Augustin gibt unterdessen zu bedenken, dass das Schulschwimmen in Brandenburg in Hallenbädern organisiert werden soll. Die CDU–Landtagsabgeordnete und stellvertretende KSB–Vorsitzende verweist auf ein Rundschreiben des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport vom Frühjahr. Freibäder wie das in Zechin seien dafür ebenfalls geeignet, meint nicht nur sie.

