Investitionen
: Wohnungsgesellschaft setzt „Seelower Weg“ fort

Nach dem Umbau des Alten Kaufhauses und Jubiläumsjahr 2019 hat die Seelower Wohnungsgesellschaft neue Vorhaben im Blick.
Von
Anett Zimmermann
Seelow
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Symbolbild: pixabay

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Nun gelte es, den "Seelower Weg“ fortzuschreiben und weiter Schritt für Schritt im eigenen Bestand zu sanieren. „Nach 25 Jahren stehen wir dabei auch wieder am Anfang“, gibt Thierfeld zu bedenken. Wobei längst noch nicht alle Objekte durchsaniert sind.

So verweist Kerstin Pilz, Leiterin der Wohnungsverwaltung, auf insgesamt 140 leer stehende Wohnungen, darunter viele im „technischen Leerstand“ und damit nicht anbietbar. Die Reduzierung des Leerstands sei ein wichtiges Thema. Dabei habe die Aufwertung des Bestands Priorität. So gebe es unternehmenseigene Programme, die zum Beispiel die Erneuerung von Hauseingangstüren vorsieht. Auch mit Blick auf die Kosten gehe es nicht darum, einzelne Türen auszutauschen, sondern vorzugsweise von einzelnen beziehungsweise mehreren Wohnblöcken binnen eines Jahres. Berücksichtigt würden dabei durchaus auch Wünsche von Mietern, sagt Kerstin Pilz. So seien die Balkonanbauten in der Erich–Weinert–Straße 20 bis 30 sowie im Weidenweg 30 bis 33 gut angekommen und habe es entsprechende Nachfragen aus anderen Wohnquartieren gegeben.

Deshalb habe man inzwischen mit der Vorplanung für die Diedersdorfer Straße 5 bis 10 sowie Am Frankfurter Tor 3 und 4 begonnen. Ziel sei die Umsetzung in diesem Jahr. Doch bis dahin sei noch einiges zu tun. „Wir wollen den guten Dialog mit den Mietern fortsetzen und müssen sie natürlich einbeziehen“, erläutert Kerstin Pilz. Eingeholt werden müssten unter anderem aber auch Baugenehmigungen sowie Angebote über eine Ausschreibung.

Zu den Vorhaben im neuen Jahr stehen zudem die Strangsanierung in Lietzen–Nord 10,11 und 41 sowie in der Slubicer Straße 1 bis 15. Vorgesehen sind laut Kerstin Pilz ebenfalls  Außenanlagengestaltungen inklusive Erweiterung von Parkflächen in der Slubicer Straße 1 bis 15 und 17 bis 25. „Das wilde Parken auf Grünflächen ist ein großes Ärgernis“, sagt Hans Peter Thierfeld, freut sich aber auch auf die neue Grünanlage hinter dem Wohnblock Erich–Weinert–Straße 29 bis 33. Die werde „angenehm anders“, verspricht er und erinnert an den dortigen Trampelpfad und den alten Wäscheplatz. Letzterer werde durch einen neuen ersetzt, geplant sei eine neue Wegeführung.

Nach Abschluss der Strangsanierung in der Humboldstraße 1 und 3 stehen dort, so der SEWOBA–Chef weiter, in den nächsten Monaten die Erneuerung der Elektrik sowie die malermäßige Herrichtung der beiden Treppenhäuser an. Am Stadion 20 sei vor Weihnachten der neue Aufzug in Betrieb genommen worden. Die Instandsetzung der Elektroanlage sowie das Renovieren des Treppenhauses seien 2020 geplant, zudem der Rückbau der Müllschluckeranlage und die Herrichtung eines Müllplatzes.

Die SEWOBA verwaltet etwa 1500 eigene Wohnungen und etwa genauso viele für andere Eigentümer. Abgegeben hat sie gerade die Einheiten in der Friedenstraße 70 bis 74 in Manschnow, die durch die Gemeinde verkauft worden sind.

Altersgerechte Wohnungen seien übrigens immer ein Thema, erklärt Kerstin Pilz auf Nachfrage. Und manchmal sogar mit einfachen Mitteln wie einem Haltegriff am Balkon zu realisieren, fügt Hans Peter Thierfeld hinzu. Als altersgerecht definieren beide Wohnungen, die für jedes Alter in Frage kommen. So würden bei Sanierungen möglichst auch Schwellen entfernt.

Das sei für Jüngere wie Ältere gut und eher eine Frage des Komforts. „Wir suchen nach Lösungen für unsere Mieter“, sagt Thierfeld. „Wir haben zurzeit zum Beispiel einige Familien mit mehr als zwei Kindern, die sich größere Wohnungen wünschen. Also schauen wir, wo Zusammenlegungen möglich sind.“ Wichtiges Anliegen sei letztlich auch eine gute Altersmischung in den Wohnquartieren, so Leiterin Kerstin Pilz.