Die Stadt wusste davon nichts. Wie Hädicke mitteilte, kam die Initiative von ­Strausbergern. "Zumal es zu Jähns Tod im vergangenen September auch keine öffentliche Trauerfeier gab." Am Mittwoch vor 42 Jahren war der damalige Jagdflieger aus dem Geschwader JG-8 Marxwalde als erster Deutscher mit seinem sowjetischen Kollegen Waleri Bykowski ins All gestartet.
An Bord der Sojus 31-Rakete umrundeten sie in sieben Tagen 126 Mal die Erde und machten Experimente. Sigmund Jähn, da waren sich die Redner am Grab des Fliegerkosmonauten einig, war ein aufrichtiger Mensch, der bis heute vielen als Vorbild gilt. Bürgermeister Eska aus Neuhardenberg, in dem Ort ist Sigmund Jähn seit 2007 Ehrenbürger, legte ein Gebinde nieder, ebenso der ehemalige Regierungsflieger Norbert Reisberg (Neutrebbin). Auch Uwe Hädicke und Flugchef Volker Dabow gedachten Jähn.