Jubiläum bei Seelow
: Alt Tucheband feiert - das wird auf dem Platz nahe der B1 geboten

Alt Tucheband im Oderbruch feiert 690 Jahre – mit Festumzug, Kinderfest und Musik bis in die Nacht. Dabei setzt das Dorf auf Spontaneität.
Von
Katja Gehring
Alt Tucheband
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690-Jahr-Feier von Alt Tucheband am 20. Juni 2026

Feiern bei Seelow: Die 690-Jahr-Feier von Alt Tucheband steht an. Die Anreise kann über die B1 oder die B112 erfolgen. Dank der großen Strohpuppen ist das Festgelände nicht zu verfehlen.

Katja Gehring
  • Alt Tucheband feiert 690 Jahre – Festumzug, Kinderprogramm und Musik bis in die Nacht.
  • Der Umzug startet am Samstag um 10.30 Uhr an der Feuerwehr; Mitmachen ist ohne Anmeldung möglich.
  • Ankunft gegen 12 Uhr auf der Festwiese nahe der B1: Essen, danach Prämierung der fünf schönsten Vorgärten.
  • Kinderfest ab 14 Uhr mit Ponyreiten, Parcours, Karussell und Hüpfburgen; viele Vereinsaktionen.
  • Ab 21 Uhr legt DJ Bernd auf, dazu Live-Musik von „Schall & Rauch“. Eintritt ist frei, Parkplätze sind ausgewiesen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In einer Urkunde vom 9. Mai 1336 wurde Alt Tucheband im heutigen Amt Golzow erstmals erwähnt, wie die Mitglieder vom Heimatverein „Die Tuchbander“ herausgefunden haben. 2011 – zur 675-Jahr-Feier – erinnerten sie in einer Aufführung an die wechselhafte Geschichte des kleinen Ortes im Oderbruch. Am kommenden Samstag (20. Juni) gibt es wieder eine große Party – mit vielen Angeboten für Kinder und einem Festumzug.

An der Feuerwehr treffen sich alle um 10.30 Uhr. Von dort aus zieht der Festumzug durch das Dorf. Mitfahren oder -laufen können alle, die Lust haben. „Es gibt keine Vorgaben“, betont Thomas Kowalzik vom Organisationsteam. „Egal, ob zu Fuß, mit Rad, Bollerwagen oder Rasentraktor.“ Auch thematisch könnten die Teilnehmer ihren Ideen freien Lauf lassen. Eine Überraschung bis zur letzten Minute bleibe der Umfang des Trosses.

Anmelden musste sich im Vorfeld niemand, sodass auch eine spontane Beteiligung möglich ist. Thomas Kowalzik wisse lediglich, dass die Mitglieder von Feuerwehr, Angler- und Heimatverein dabei sein werden. Auch aus Rathstock gebe es Zusagen.

Feiern bei Seelow: Preisverleihung und Fest für Kinder

An der Festwiese nahe der B1– wo die überdimensionalen Strohpuppen stehen – ist die Ankunft des Festumzugs, der von einem Akkordeonspieler in historischem Kostüm angeführt wird, für ca. 12 Uhr vorgesehen. „Dort wird es dann erstmal Mittagessen geben“, kündigt Kowalzik an. Im Angebot sind Linseneintopf aus der Gulaschkanone und Gegrilltes. Im Anschluss werden Preise verliehen.

Das Festkomitee hat die Woche vor der 690-Jahr-Feier genutzt, um die Vorgärten in Alt Tucheband zu inspizieren. Dabei sei es nicht nur um Akkuratesse gegangen, sondern vielmehr darum, wie geschmückt und hergerichtet sie sind. „Die fünf schönsten Vorgärten werden prämiert“, so der Organisator.

Um 14 Uhr beginnt das Kinderfest. Ponyreiten, Bewegungsparcours, Gummistiefelweitwurf mit der Feuerwehr, Angelzielwurf mit dem Anglerverein, Glücksrad, Schminkstand, ein Karussell sowie große und kleine Hüpfburgen. „Es gibt kaum etwas, was wir nicht haben“, findet Thomas Kowalzik.

Festwiese in Alt Tucheband: Anfahrt über B1 oder B112

Während die Kleinen sich auf dem Rummel vergnügen, können die Erwachsenen sich die Zeit mit Tanz und Musik vertreiben. Die Volks- und Showtanzgruppe aus Seelow präsentiert ihr Programm und ein Chor wird singen. Ab 21 Uhr legt DJ Bernd – in der Region auch bekannt als Disco-Papst – auf und es gibt Live-Musik mit „Schall & Rauch“, einer Coverband aus Lebus. Während des gesamten Tages läuft eine Diashow über „Alt Tucheband im Wandel“ in Dauerschleife.

Die Anreise nach Alt Tucheband ist am besten über die B1 möglich. Direkt hinter dem Ortseingangsschild befindet sich auf der rechten Seite die Festwiese. „Das ist nicht zu übersehen, weil dort die großen Strohpuppen stehen“, erklärt Thomas Kowalzik. Wer von der B112 kommt, muss durch den Ort in Richtung Golzow fahren. Kostenfreie Parkplätze sind ausgeschildert und Toilettenwagen vorhanden.

Am einstigen Müllerhaus: Nur wenige Fundamentreste künden davon, dass in Alt Tucheband einmal das Müllerhaus stand. Hans Andreas (rechts) und Joachim Zinke zeigten 2011 eine Ansicht von der Bockwindmühle im Jahre 1939.

Am einstigen Müllerhaus: Nur wenige Fundamentreste künden davon, dass in Alt Tucheband einmal das Müllerhaus stand. Hans Andreas (rechts) und Joachim Zinke zeigten 2011 eine Ansicht von der Bockwindmühle im Jahre 1939.

Johann Müller

„Wir verlangen keinen Eintritt“, kündigt Thomas Kowalzik an. Und das, obwohl das Budget, das die Gemeinde uns zur Verfügung stellt, klein ist. Die Mitglieder des Vereins „Die Tuchbander“ setzten darauf, die Kosten mit dem Verkauf von Speisen und Getränken ausgleichen zu können.