Kegeln: Im Schlussspurt zum Pokaltriumph

Zechiner Pokalhelden: Die Oderbrücher Classic-Kegler nach dem Triumph auf der Senftenberger Anlage. Mit einem fulminaten Schlussspurt heimsten die Oderbrücher auf der Zielgeraden in Senftenberg den Pott ein.
SG ZechinIm ersten Durchgang starteten die Greens mit Karsten Trabs, der bereits zu den Landeseinzelmeisterschaften in Senftenberg groß aufspielte. Diesmal fanden Trabs Würfe allerdings nicht so sicher in die Gasse, was sich besonders in den Vollen widerspiegelte. So kam er „nur“ auf 528 Holz, die Zechin zunächst auf den dritten Platz beförderten. Der Abstand betrug auf Schwedt (538) zehn Holz, während Hohenleipisch (536) einen einstelligen Vorsprung verbuchte. Derweil mussten die anderen Teams bereits einen Rückstand von 20 bis 30 Zähler einstecken.
Im zweiten Abschnitt tat sich Andy Seidemann schwer. Nach zwei Sätzen war für ihn Schluss und Marco Specht übernahm. Gemeinsam erzielten sie 506 Holz. Überraschenderweise hatten auch die restlichen Teams ihre Schwierigkeiten. Somit wuchs Schwedts Vorsprung nur um weitere 14 Holz an. Indes blieb Hohenleipisch mit einem Vorsprung von neun Zählern in Schlagdistanz.
Im dritten Durchgang kam Kapitän Robert Lehmpfuhl zum Einsatz, der genau wie Trabs bereits Erfahrungen mit der Senftenberger Anlage hatte. Aber auch sein Spiel in den Vollen überzeugte nicht. Dennoch schoben seine 517 Holz die SG Zechin an Hohenleipisch vorbei, die aber nur mit drei Holz zurücklagen. Schwedt hingegen spielte weiterhin solide und baute den Vorsprung auf die Oderbrücher auf 35 Holz aus. Erwähnenswert ist zudem der glänzende Auftritt von Forsts Jens Krahl, der sehr gute 563 Holz, ohne einen einzigen Fehlwurf, erreichte.
Gelungene Aufholjagd
Im entscheidenden letzten Durchgang hatte Schwedt die vermeintlich günstigere Ausgangslage, was in Anbetracht des bisherigen enggeführten Verlaufs des Pokalfinales durchaus gerechtfertigt war. Zechins Schlussakteur Karsten Glatzer hatte indes die Hypothek eines Rückstandes von 35 Holz zu schultern. Und die wollten erst einmal aufgeholt werden. Nervenstark spulte Glatzer sein Spiel herunter und verkürzte Holz für Holz den Abstand. Auf seiner ersten Bahn erreichte der Oderbrücher erzielte beeindruckende 157 Holz und hievte Zechin erstmals auf den Platz an der Sonne, sprich überflügelte die Uckermärker. Auch in den verbleibenden Sätzen ließ sich der Oderbrücher die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Mit den letzten Würfen lag es an den Oderstädtern mit einer druchaus möglichen Neun doch noch das Ruder herumzureißen. Allein: Es fiel eine Acht. Folgerichtig entschied ein überragender Glatzer mit 568 Holz, bei fehlerfreiem Spiel, die umjubelte Pokal-Entscheidung zugunsten der SG Zechin.
2119 Holz langen zum Erfolg
Mit insgesamt 2119 Holz wurden die Greens Landespokalsieger 2019. Der lange Zeit führende FC Schwedt 02 landete mit 2105 Holz auf Platz zwei. Dritter wurde Lübben (2040) vor Schipkau (2017), Forst (1993) und Hohenleipisch (1985), die überraschend bis zum sechsten Platz absackten.
Mit dem Pokaltriumph geht die äußerst erfolgreiche Spielserie 2018/19 für die Greens zu Ende. Während die Oderbrücher Bronze in Brandenburgs höchster Liga, der Verbandsliga, ergatterten, gelang zudem der Erfolg des Pokal-Doubles mit dem Sieg im Kreis- und Landeswettbewerb. Nun geht es für die Oderbrucher in die Sommerpause. Ein großes Dankeschön richtet sich an alle Fans, Unterstützer und interessierten Lesern, die der SG Zechin so fleißig die Daumen drückten. Auf ein Neues ab September.