Krankenstand in MOL: Das sind die Ursachen für Krankschreibungen im Landkreis

Fehltage in MOL: Laut DAK-Analyse wurden Arbeitnehmer im Jahr 2024 nicht so lange krankgeschrieben wie noch 2023. Eine Trendwende?
Patrick Pleul/dpa- Krankenstand in MOL 2024 bei 6,3%, Rückgang um 2,5%.
- Atemwegserkrankungen und Muskel-Skelett-Erkrankungen nehmen ab.
- Psychische Erkrankungen steigen um 10,4%, Prävention nötig.
- DAK empfiehlt betriebliches Gesundheitsmanagement.
- Weitere Infos auf www.dak.de/bgm.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Krankenstand in Märkisch-Oderland unter DAK-Versicherten bewegte sich in Quartal I und II vorigen Jahres noch auf ähnlich hohem Niveau wie im 2023. Damals verharrten Krankschreibungen bei 6,6 Prozent und lagen somit über dem landesweiten Durchschnitt für Brandenburg von 6,5 Prozent. Dieses Ergebnis ist im Laufe des Jahres 2024 leicht gesunken – auf 6,3 Prozent.
Die Krankenkasse hat die Krankschreibungen aller DAK-versicherten Arbeitnehmer in der Region für das Jahr 2024 ausgewertet. Auf 100 Beschäftigte kamen demnach 2318,4 Fehltage. Das waren 2,5 Prozent weniger als im Vorjahr. „Es ist ein positives Signal, dass der Krankenstand in unserer Region 2024 nicht weiter gestiegen ist“, sagt Heiko Schübler von der DAK-Gesundheit. „Ob daraus eine Trendwende wird, werden die nächsten Jahre zeigen.“
Psychische Erkrankungen besonders häufig
Dabei konnte festgestellt werden, dass insbesondere das Niveau der Fehltage aufgrund von Atemwegsbeschwerden und Muskel-Skelett-Erkrankungen gesunken ist. Beides rangiert in der Statistik aber weiterhin vorn. Atemwegserkrankungen waren für 462 Fehltage je 100 Beschäftigte verantwortlich – nach 548 Tagen im Vorjahr. Bei Muskel-Skelett-Erkrankungen wie beispielsweise Rückenschmerz kamen auf 100 Beschäftigte 365 Tage. 2023 waren es 330 Tage je 100 Beschäftigte. Im DAK-Halbjahres-Bericht für 2024 stand dieses Krankheitsbild noch auf Platz eins.
Im Jahresverlauf änderte sich das. Die meisten Fehlzeiten verursachten im Jahr 2024 psychische Erkrankungen – 488 Tage je 100 Beschäftigte gegenüber 451 Tagen im Jahr 2023. Das bedeutet einen Anstieg um 10,4 Prozent. „Wir müssen die Prävention stärken, auch am Arbeitsplatz“, warnt Heiko Schübler. „Eine Depression kann jeden und jede Beschäftigte treffen.“
Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage in vielen Unternehmen empfehle die DAK-Gesundheit ein betriebliches, systemisch angelegtes Gesundheitsmanagement (BGM). Dafür würde man unter anderem genau die Strukturen und Prozesse im Unternehmen betrachten und die Mitarbeiter an Veränderungsprozessen beteiligen. „Bei dem systemischen BGM geht es darum, arbeitsbedingte Belastungen passgenau zu verringern“, erklärt Schübler. „Wir helfen dabei, ein solches zu entwickeln.“
Auf www.dak.de/bgm gibt es weitere Informationen dazu.


