Kulturhaus Lebus: Festival-Comeback von „Rock am Kreisel“ nach sechs Jahren Pause

Kulturhaus Lebus: Der große Saal wird zur Festival-Location. Nach sechs Jahren Pause kommt „Rock am Kreisel“ zurück.
Katja Gehring- „Rock am Kreisel“ kehrt am 4. Oktober 2025 nach sechs Jahren Pause ins Kulturhaus Lebus zurück.
- Fünf Bands aus Punk, Metal und Rock treten auf – Tickets kosten 25–30 Euro.
- Kostensteigerungen durch Inflation, höhere GEMA-Gebühren und Saalmiete belasten Veranstalter.
- Festivalziel: Förderung regionaler Bands aus Frankfurt (Oder) und Umgebung.
- Große Ticketnachfrage – Vorverkauf läuft erfolgreich, auch überregionales Interesse.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nur noch ein paar Tage: Am Sonnabend (4. Oktober 2025) wird der große Saal im Kulturhaus Lebus in eine Festival-Location verwandelt. Nach sechs Jahren Pause findet dort wieder „Rock am Kreisel“ statt. Die Nachfrage nach Tickets ist groß, mehr als die Hälfte sind bereits verkauft.
Fünf Bands wollen ab 19.30 Uhr das Publikum begeistern. „Es wird bestimmt gut“, meint Michael Gremling, der inzwischen die achte Auflage der Veranstaltung organisiert. Ein gewisses Maß an Risiko habe er dabei einkalkuliert und vorausschauend geplant.
Anfänge von Rock am Kreisel gehen bis ins Jahr 2013 zurück
Die Anfänge von Rock am Kreisel gehen in das Jahr 2013 zurück. Michael Gremling, der auch als Gitarrist der Band „Lebuser Halligalli“ bekannt ist, hatte die Premiere damals im Auftrag organisiert. Als Motto wurde ein Songtitel der Band herangezogen: „Hier ist Lebus“. Es sei ein Ausprobieren gewesen und „Lebuser Halligalli“ selbst Teil der Veranstaltung.
Ein Jahr später gründete Gremling seine eigene Agentur. Mit „MiMiEvents“ veranstaltete er „Rock am Kreisel“ fortan selbst. Dass die Ära im Jahr 2018 vorerst endete, lag an Corona. „Während der Pandemie mussten wir pausieren“, erinnert sich der 45-Jährige.
Techniker sorgten für den Sound beim Rea Garvey-Konzert
In den Jahren danach habe er sich schwergetan, wie Michael Gremling einräumt. Die Frage: „Machste weiter?“, beschäftigte ihn, zumal es auch ständig Nachfragen gegeben habe. „Silvester haben wir dann beschlossen, es wieder zu wagen“, so der Veranstalter.

„Unglaublicher Vorfall“: Die Punk-Band aus Berlin ist zum dritten Mal bei „Rock am Kreisel“ in Lebus dabei.
Michael GremlingZügig wurde mit der Planung begonnen – was nur ging, weil er den Rückhalt seiner Frau und den drei Kindern habe, mit denen er in Neuzelle bei Eisenhüttenstadt lebt. „Und die Unterstützung vieler Sponsoren ist natürlich sehr wichtig“, erklärt der Festival-Organisator. Ohne sie würde es nicht gehen. „Aber ich habe mir auch immer die Option offengehalten, die Veranstaltung auch kurzfristig absagen zu können.“
Denn das, was Michael Gremling befürchtet hatte, bestätigte sich: Die Kosten sind im Vergleich zu 2018 und davor immens gestiegen. „Die Inflation hat einfach zugeschlagen.“ Er berichtet von dreimal so hohen GEMA-Gebühren wie noch vor ein paar Jahren und auch die Miete für den großen Saal im Kulturhaus ist inzwischen nach oben angepasst worden. Die Kosten für Licht und Ton, die bisherige Partner jetzt aufrufen, waren für Gremling nicht erschwinglich. Zum ersten Mal arbeitet er nun mit einer Firma aus Eisenhüttenstadt zusammen. „Die hat die Technik für das Rea Garvey-Konzert beim Stadtfest gemacht.“
Tickets an der Abendkasse und im Vorverkauf
Inzwischen läuft der Kartenvorverkauf so gut, dass Michael Gremling im Gespräch am Dienstag (23. September 2025) fest davon ausgeht, dass nun nichts mehr dazwischen kommt. „Das sagt mir mein Bauchgefühl.“ Tickets für „Rock am Kreisel“ gibt es für 30 Euro an der Abendkasse und noch bis Sonntag (28. September 2025) für 25 Euro bei Bernies Bude in Lebus (Frankfurter Straße) oder per E-Mail an rockamkreisel.tickets@web.de. „Danach kann ich nicht garantieren, dass die Karten noch rechtzeitig verschickt werden können“, so Gremling. Bestellungen gibt es aus Leipzig, Berlin und der Region – Lebus, Mallnow, Podelzig und Frankfurt (Oder). Bereits bei den „Summer Swings“ in der Kirche von Schönfließ war das Festival in Lebus Gesprächsthema und die Vorfreude bei einigen Fans groß.
Für das Geld gibt es jeweils 45 Minuten Programm von fünf Bands, die zudem fünf verschiedene Musikrichtungen bedienen: Punk von „Unplugged System“; Nu Metal von „Brazing Bull“, die auch schon in Wacken gespielt haben; Metalcore von „Arctic Fallout“; Punk von „Unglaublicher Vorfall“; Rockkabarett von „Mädchenname Mademann“, die nach Einschätzung Michael Gremlings „ein bisschen der Reißer sein“ werden.
Anliegen des Festivals war und ist es immer, regionalen Bands eine Chance zu geben. Das ist auch im Jahr 2025 wieder so. „Arctic Fallout“ und „Unplugged System“ haben ihre Wurzeln in Frankfurt (Oder), die anderen Acts kommen aus Berlin und Itzehoe. „Rock im Kreisel“ habe sich im Laufe der Zeit zu einem Festival entwickelt, auf dem viele Bands spielen möchten, berichtet Michael Gremling stolz. „Die Auswahl fällt von Mal zu Mal schwerer.“


