Was ist eigentlich Kunst? Der Begriff wird selbst in Europa zum Teil unterschiedlich interpretiert. Je nachdem, ob man ihn aus politischer, sozialer oder wissenschaftlicher Sicht betrachtet. Und wer wäre besser dafür geeignet, sich über den Kunstbegriff auszutauschen, als Kunst-Lehrer und ihre Studenten? In der Europäischen Naturerlebnisstätte auf dem Lebuser Oderberg hatten seit Montag 13 Künstler und Kunst-Wissenschaftler aus Polen, Spanien und den Niederlanden das Refugium für ihre Diskussion.
Gastgeber für das Symposium unter dem Titel "Nachbarschaft 2" war die Mal- und Zeichen-Fakultät der Kunst-Universität Poznan. "Wir haben Kollegen aus der Kunst-Fakultät der Universität Grenada und aus der Kunst-Akademie im niederländischen Enschede eingeladen", sagt Marek Przytoł, Professor für Malerei in Poznan – und Cheforganisator des Symposiums.
Przytoł und seine Künstler-Kollegen haben jedoch nicht nur theoretisch über Kunst debattiert und sich über die Besonderheiten der Ausbildung von Künstlern in ihren Ländern ausgetauscht. Sie haben sich auch gemeinsam aktuelle Kunstwerke aus den drei Ländern erschlossen. Insgesamt 44 Künstler haben Arbeiten vorgestellt. Bei den meisten handelt es sich um Malerei. "Plastiken wären einfach zu schwer zu transportieren gewesen", erklärt Patrick Mangnus. Der niederländische Künstler lehrt an der Akademie Aki Artez.
Kunstinteressierte Bewohner des Oderlandes sind eingeladen, sich selbst ein Bild von der Vielfalt der Arbeiten zu machen. Sie werden ab heute an zwei Orten ausgestellt: Um 16.30 Uhr wird die Ausstellung auf dem Oderberg, um 18 Uhr die im Kunstspeicher Friedersdorf eröffnet.
Im Lebuser Ausstellungsraum fällt der Blick als erstes auf eine von der Decke hängende breite Stoffbahn voller Tortenbilder: Die im Digitaldruckverfahren hergestellten Motive erweisen sich beim genaueren Hinschauen als Kritik an der Konsumgesellschaft. Auch Probleme des Natur- und Umweltschutzes finden sich künstlerisch verarbeitet wieder. Und wer sich über die Serie von Acrylbildern in Blassgrün wundert: Sie haben in der Farbe des polnischen Passes ihren Ursprung.

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