Medizin: Blutspenden in Seelow bitte mit Termin
Erstspende bis zum 65. Lebensjahr
Bei Zustimmung bedeute dies einerseits, Spender schneller als bisher informieren zu können, andererseits aber auch, Ressourcen zu schonen. „Wir sind tatsächlich auch darauf angesprochen worden, nicht so viel Porto auszugeben“, sagt Ines Rein. Inzwischen wüssten die meisten Spender zudem mit Computer und Smartphone umzugehen – Erstspenden sind bis zum 65. Lebensjahr möglich. Wer bereits dabei ist, könne gegebenenfalls bis zum 73. Lebensjahr auf diese Weise helfen, Leben zu retten. „Das liegt immer im Ermessen des Arztes.“
Das Terminmanagement bringt darüber hinaus mehr Planungssicherheit für beide Seiten. Wer angemeldet ist, muss zum Beispiel normalerweise nicht mit großen Wartezeiten rechnen. Für Dienstag bei der Lebenshilfe in Strausberg hätten sich 80 Personen angemeldet, gekommen seien letztlich 100, darunter drei Erstspender. „Das ist großartig“, freut sich Ines Rein und hat auch die Zahlen vom Folgetag parat: 60 Anmeldungen, 82 Spenden, darunter eine Premiere. Sieben Personen, am Dienstag war es nur eine, hätten aus gesundheitlichen Gründen nicht spenden dürfen.
Die Spendenbereitschaft sei coronabedingt nicht weniger geworden, weiß die DRK-Mitarbeiterin, aber auch, dass der Bedarf an Blutprodukten um 30 Prozent im Vergleich zum Vormonat gestiegen ist. „Die Krankenhäuser führen inzwischen ja wieder mehr Operationen durch“, nennt Ines Rein als Grund. Und in Ferienzeiten verstärkt der Blutspendedienst ohnehin immer seine Aktivitäten.
Rechtzeitige Absage über Hotline
Sollte ein vereinbarter Termin mal nicht wahrgenommen werden können, so bittet sie Spendewillige um eine möglichst rechtzeitige Absage über die Hotline. „Wir haben nicht nur coronabedingt beschränkte Kapazitäten“, erinnert sie an nicht minder engagierte Partner auch außerhalb des DRK. Dazu zählt unter anderem die Freiwillige Feuerwehr in Seelow, die fünfmal im Jahr als Gastgeber fungiert. „Das ist immer ein Super-Termin“, sagt Ines Rein und verweist auf jeweils rund 100 Spender je Aktion. Der nächste Termin ist bereits am 22. Juli zwischen 14 und 19 Uhr in der Mühlenstraße 14. Und auch um Weihnachten herum sei wieder einer vorgesehen – diesmal am 23. Dezember.
Strausberg, Fürstenwalde und Eberswalde bezeichnet Ines Rein als aktuelle „Hotspots“, an denen es zweitägige Aktionen gibt. „Altenpflegeheime als Partner fehlen uns zurzeit und wir offensichtlich auch ihnen, haben wir in Telefonaten gehört“, erklärt Ines Rein. Sie dankt stellvertretend dem Haus Hanna in Letschin für die bisherige Zusammenarbeit und Björn Groß, Leiter des Fontane-Schulzentrums, für das zwischenzeitlich kurzfristige Einspringen. Blutspendetermine in diesem Monat gibt es unter anderem noch in Rüdersdorf (15. Juli), Müncheberg und Wriezen (beide 16. Juli) und Bad Freienwalde (im Ortsteil Neuenhagen am 17. Juli sowie in der DRK-Geschäftsstelle am 21. Juli).
Weitere Informationen und Terminvereinbarungen unter der Hotline 0800 1194911 und im Internet unter www.blutspende-nordost.de.

