Mini-Galerien
: Künstlerische Fotografien in Dolgelin

Kathrin Karras zeigt in den kleinsten Galerien Deutschlands ihre Schau unter dem Titel „Schattenrisse“. Sie kann jederzeit besichtigt werden.
Von
Eva-Maria Lubisch
Regenmantel Reitwein Dolgelin
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  • Galerist und Künstlerin: Michael Pommerening vom Verein KunstRegen Regenmantel und die Fotografin Kathrin Karras beim Gespräch in der Galerie Trafo1. Arbeiten sind auch in Reitwein und Dolgelin zu sehen.

    Galerist und Künstlerin: Michael Pommerening vom Verein KunstRegen Regenmantel und die Fotografin Kathrin Karras beim Gespräch in der Galerie Trafo1. Arbeiten sind auch in Reitwein und Dolgelin zu sehen.

    Matthias Lubisch
  • Schicht auf Schicht: Arbeit der Fotografin Kathrin Karras.

    Schicht auf Schicht: Arbeit der Fotografin Kathrin Karras.

    Matthias Lubisch
  • Noch ein "Schattenriss": Die Werke sind meist unbenannt.

    Noch ein "Schattenriss": Die Werke sind meist unbenannt.

    Matthias Lubisch
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Die freischaffende Künstlerin lebt und arbeitet in Grüneberg und Berlin. Sie wurde 1967 in Guben geboren. Nach einer Berufsausbildung als Satztechnikerin mit Abitur und der Geburt ihrer Tochter Louise studierte sie Fotografie und Imago-Fotokunst in Berlin unter der künstlerischen Leitung von Ursula Kelm. 2008 erhielt sie den Jugend-Förderpreis für bildende Kunst.

Von 2007 bis 2011 absolvierte sie ein fortlaufendes autodidaktisches Studium der Fotografie mit Mentorin Ursula Kelm und Gundula Schulze Eldowy. Deutschlandweit gibt es diverse Ausstellungen von ihr.

Seit 2017 ist Kathrin Karras Mitglied im Brandenburgischen Verband Bildender Künstler.  „Beim Betrachten der Fotografien entsteht der Eindruck, das ein Foto mehr als nur einen Bildeindruck wiedergibt“, sagte Michael Pommerening in der Laudatio. „Eher sind es Schichten, die übereinandergelagert mehrere Bilder, Eindrücke und Wesenszustände der Künstlerin wieder spiegeln. Nur die Kunst kann Unsagbares, Unterbewusstes, Geträumtes und Phantasiertes für die Ewigkeit konservieren. Und so spielt die Kunst mit dem Bewussten und Unterbewussten. In ihren Fotos holt sie diese Erfahrungen aus dem Unterbewusstsein hervor, schichtet sie dann wieder neu, um so ein künstlerisches Bild, eine Momentaufnahme ihrer Erfahrungen dingfest zu machen.“

Arbeiten in drei Mini-Galerien

In den drei Trafo-Galerien, auch noch Dolgelin und Reitwein, sind jeweils drei künstlerische Werke von diesen unterbewussten Sinneseindrücken dieser Künstlerin anzuschauen. Im Mittelpunkt ihrer fotografischen Arbeit steht stets der Mensch, als Porträt, als Landschaft, in ständiger Verwandlung begriffen und auch ganz besonders in Form seiner Bild gewordenen Träume. Kathrin Karras, die von TV-Journalist Michael Pommerening eingeladen wurde, zeigte sich begeistert von den kleinen Trafo-Galerien und der herbstlich schönen Landschaft. „Ich wünsche mir, dass der Betrachter meiner Arbeiten allein den Weg zu einem Titel findet, deshalb bleiben viele meiner Bilder ohne Namen“, erklärte Künstlerin Karras.

Sabine Pommerening versorgte die Gäste mit selbst gebackenen Kürbisbrot und Walnußbutter, Kaffee, Wein und mehr. „Es ist so witzig originell, und es macht einfach neugierig, ich bin zum ersten mal mit dabei und bin begeistert“, so Kerstin Neitsch aus Heinersdorf um die Ecke. Die Ausstellung ist noch bis zum 28. November zu besichtigen. Das Besondere an den Galerien: Sie alle sind zu jeder Tageszeit „geöffnet“. Die Trafos in Regenmantel und in der Fischerstraße in Reitwein bzw. die Waage in Dolgelin haben ein Glasfenster, durch die man die ausgestellten Arbeiten Tag und Nacht besichtigen kann.

Wie Sabine Pommerening am Rande berichtete, werde der aus einer Robinie entstandene Bücherbaum, gegenüber der Galerie Trafo1, sehr gut angenommen. Es findet ein reger Austausch statt.