Musikgenuss: Schweden-Rock und Blues-Uwe aus Frankfurt

Blues-Rock-Fest 2019: Im Seelower Kreiskulturhaus spielte am Sonnabend unter anderem die Band "Svartanatt" aus Schweden auf. Die Musiker begeisterten das Publikum mit ihren kräftigen, geradlinigen Hartrockklängen.
Cornelia MikatWenn der Verein „Live in Reitwein“ zu einem Konzert einlädt, ist das für Fans von Rock und Blues förmlich eine Garantie für einen Abend mit herausragenden Musikern und satten Sounds. So auch am Sonnabend, als im Saal des Kreiskulturhauses in Seelow gleich vier Bands die Stimmung anheizten.
Den Rock- und Bluesreigen startete Vanja Sky. Mit ihrer kräftigen, röhrenden Stimme, ihren perfekten Gitarrenimprovisationen und einer tollen Bühnenperformance eroberte die Kroatin aus Zagreb auf Anhieb die Herzen des Publikums.
Ihr folgte die Band Svartanatt aus Schweden, die mit einer Hommage an Hartrockzeiten in den letzten Jahren weltweit immer mehr Fans für sich gewinnen konnte. Ihr Frontsänger Jani Lehtinen knüpfte auch in Seelow in Habitus, mit kräftiger Stimme und vorrangig rhythmischen Melodieläufen seiner E-Gitarre an Deep Purple an. Eine besondere Note setzte ein umjubelter gemeinsamer Auftritt mit „Blues Uwe“ aus Frankfurt (Oder).
Nach einer kurzen Pause faszinierte Ben Pool, den einst der Titel „Voodoo Child“ von Jimi Hendrix dazu inspirierte, zur E-Gitarre zu greifen. Seinem Idol eifert der Youngster aus Brighton in England jedoch mit zahlreichen eigenen musikalischen Wendungen nach.
Eine Ost-Jazz-Blues-Rocklegende, die Modern Soul Band, beendete das 9. Blues-Rock-Fest in Seelow fulminant. Die Gruppe mit den charakteristischen Bläsern und dem herausragenden Sänger Dirk Lorenz brachte den begeisterten Fans in mitreißender Weise Titel aus ihrer gesamten, über 50-jährigen Bandgeschichte zu Gehör. (igo)