Neujahrsempfang: Heimatverein Lebus nutzt Rückblick auch für eine Vorschau

Kulturbeiträge: Bevor bei Schmalzstullen geplaudert wurde, erfreuten Heike Mildner und Claudia Woloszyn, junge Autoren aus der Burgschule und auch eine Foto-Auswahl zu Aktivitäten im Vorjahr von Karla Meyer die Gäste im Museum "Haus Lebuser Land".
Anett ZimmermannUnd so freuten sich die Mitglieder um Günter Fehling über zahlreiche Gäste bei ihrem Neujahrsempfang – darunter der Künstler Dietrich Barth aus Wulkow, dessen Ausstellung mit Grafik und Malerei zum Thema „Oderbruch“ zurzeit im Museum zu sehen ist, Karin Trenkel von der Arbeitsloseninitiative Letschin, die immer wieder mit Kräften unterstützt, um das Haus für Besucher offen zu halten, oder auch Zbigniew Czarnuch und weitere Vertreter aus Witnica. Letztere gehören offenbar bereits so sehr dazu, dass Günter Fehling sie bei der Begrüßung vergessen hatte. Zbigniew Czarnuch und seine Begleiter nahmen es mit Humor und wünschten dem Heimatverein und dessen Vorsitzenden, dass sie weiter Kurs halten.
Sagen-Heft als Dank
Besonders herzlich hieß Fehling zudem Cleo Wolff, Ryan Thiel, Hannah Müller, Charlotte Radüg und Finja Dimt willkommen. Schüler beziehungsweise Ehemalige der Burgschule, die sich in Kooperation mit dem Museum vor allem mit drei Sagen rund um Lebus beschäftigt hatten – der vom Adonisröschen, vom Wolf und vom langen Gang – und nun ihre modernen Fassungen vortrugen. Dafür gab es anerkennenden Beifall und am Ende nicht nur Blumen als Dank, sondern für die Autoren auch je ein Exemplar der in einer Publikation zusammengefassten Geschichten. Gäste des Museums wiederum können diese gegen eine Spende erwerben. Insgesamt waren 15 Kinder an dem Projekt beteiligt, berichtete Lehrerin Corinna Wolff. Die Grafiken hätten drei weitere Schüler beigesteuert.
Mitgewippt und -gesungen wurde bei den Auftritten von Claudia Woloszyn und Heike Mildner und ihren Oderbruch-Liedern. Das Duo gibt demnächst auch zwei Konzerte in Frankfurt – am 27. Februar in der „Darstellbar“ des Kleist-Forums und am 20. März in der Kulturmanufaktur Gerstenberg. Beginn ist jeweils 20 Uhr.
Günter Fehling ließ das Jahr 2019 noch einmal Revue passieren, erinnerte unter anderem an Veranstaltungen anlässlich des 200. Geburtstages von Theodor Fontane, die mit Vorträgen begleitete Sonderausstellung zum Gastgewerbe in der Stadt, aber auch an einen extra ins Programm aufgenommenen Reisebericht über Mexiko und über die für den Verein überraschende Übergabe des Stiftungspreises der Stiftung der Sparkasse Märkisch-Oderland. Ein Teil des Geldes sei bereits in neue LED-Beleuchtung investiert worden, der Rest gehe in die Erneuerung der Ausstellung über den in Lebus geborenen Hörspielautor und Lyriker Günter Eich (1907–1972). Unter dessen Gedicht „Oder, mein Fluss“ und alten Stadtansichten stand das Gros der Gäste des Empfangs.
2026 als nächstes großes Ziel
Unterstützen werde der Verein künftig die Arbeitsgemeinschaft „Kulturerbe Oderbruch“, so Fehling. Schließlich sei Lebus das Tor zum Oderbruch. Zudem verspreche man sich davon einen höheren Bekanntheitsgrad der Region und Marketing für das Museum, eine bessere Vernetzung und auch die noch stärkere Einbindung junger Menschen.
Langfristig richtete der Vorsitzende den Blick auf das Jahr 2026. Dann ist es 800 Jahre her, dass Lebus das Stadtrecht erhielt. Zur nächsten Veranstaltung „Hase, Fuchs und Reh und Hirsch – (K)ein Jäger auf der Pirsch“ mit Werner Weiß lädt der Verein bereits am 7. Februar, um 19 Uhr, ins Museum ein.
Von Arbeitsgruppen bis Öffnungszeiten
Der Heimatverein Lebus zählt 80 Mitglieder, darunter zwei Ehrenmitglieder. Weitere Mitstreiter sind in den Arbeitsgruppen wie Geschichte, Landschaft, Landwirtschaft und Umwelt, Fotografie oder im Museumsbeirat stets willkommen.
Das Museum "Haus Lebuser Land" befindet sich in der Schulstraße 7, 15326 Lebus. Es ist zurzeit Mittwoch bis Freitag von 13 bis 16 Uhr geöffnet, zwischen April und September dann wieder Mittwoch bis Sonntag sowie an Feiertagen von 13 bis 16 Uhr.
Mehr im Internetunter www.heimatverein-lebus.de.⇥azi