Neujahrsempfang in Neuhardenberg: Viel Lob für die Jugendarbeit mit dem Blauen Bus

Begünstigte: Axel Metzler und Christiane Wagner, beim CVJM Seelow für die Jugendarbeit mit dem Blauen Bus verantwortlich, sowie Dorothee von der Marwitz vom Seelower Familienzentrum "Das Nest" (v.l.) präsentierten ihre Arbeit beim Neujahrsempfang.
Cornelia Link-AdamFast 25-jähriges Bestehen
Amelie Gräfin von Hardenberg begrüßte auch Wolfgang Huber, der frühere Bischof der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg, nebst Ehefrau Kara. Beide waren über Jahre in der Stiftung aktiv. Gegründet worden war sie 1997 von Amelies Tante Astrid, genannt „Atti" – in Andenken an deren Vater Carl-Hans Graf von Hardenberg (1891-1958), dem letzten Besitzer des Neuhardenberger Schlosses. Der Widerstandskämpfer hatte den Aufstand vom 22. Juli 1944 mit organisiert – was ihm das KZ Sachsenhausen sowie Enteignungen durch die Nazis und später den Kommunismus einbrachte. Als 1997 Schloss und Park in Familienbesitz zurückkamen, verkaufte "Atti“ es an den Sparkassen-Giroverband, der eine Stiftung Schloss Neuhardenberg gründete und das Ensemble „zu dem kulturellen Zentrum der Region gemacht hat“, erzählte die Gräfin dankbar. „Atti“ habe damals das Verkaufsgeld dafür genutzt, die Carl-Hans Graf von Hardenberg-Stiftung zu gründen. Diese fördert die Ausbildung, Erziehung von jungen Menschen im Märkisch-Oderland, aber auch bis nach Polen und unterstützt dabei finanziell viele Projekte.
Gern erinnerte die Gräfin auch noch an "Attis“ Neujahrsempfänge in Berlin bis zu ihrem Tod im Februar 2015. „Daraus entstand die Idee, hier in Neuhardenberg mit einem Empfang anzuknüpfen und wir hoffen auf viele neue Ideen und Zusammenarbeiten“, so Amelie Gräfin von Hardenberg.
Präsentieren durften sich fünf Projekte, die von der Stiftung unterstützt werden. Der Verein „Kulturerben“ (Eberswalde) kümmert sich in Workshops und Gesprächen zwischen Jugendlichen und Zeitzeugen um die Erinnerungskultur, pflegt Gedenkstätten. Ebenfalls Geld bekommt das Studienprogramm der Viadrina in Frankfurt für die Vergabe an Stipendien. Glücklich über die Unterstützung äußerten sich auch Akteure vom Verein „Zentaurus“, der auf Inklusion setzt und in Ernsthof (Buckow) nicht nur therapeutisches Reiten anbieten, sondern auch Sommerferienlager organisiert. Vorstellen durfte sich auch das geförderte Seelower Familienzentrum "Das Nest“ und der Seelower CVJM mit seiner mobilen Jugendarbeit.
Gastredner Bischof Huber
Den Blauen Bus vom CVJM lobte Bischof Wolfgang Huber in seiner Rede auch als eines seiner Lieblingsprojekte. Die Stiftung begleite toll Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung, ermögliche Chancen, vermittle Werte, auch christlich geprägte Zivilcourage, ganz im Sinne des Grafen. "Im Ort der Vernetzung des Widerstands ist unsere Arbeit gering gegenüber damals, aber sie nicht zu tun wäre Verrat am Geist, der in diesem Hause weht.“
