Neustarts: Kulinarische und musikalische Genüsse im Oderland
Sie staunten, wie die neuen Besitzer den einstigen Schecherts Hof verändert haben: Das Restaurant wurde fast komplett umgebaut. Es gibt dort jetzt auch behindertengerechte Toiletten, eine Schauküche neben der erhaltenen Räucherei, einen modernen, großen Saal in historischen Mauern sowie zahlreiche Sitzplätze vor und hinter dem ehemaligen Schafstall. Auch ein großer Teich und zwei Vogelvolieren mit einem Adler und einem sibirischen Uhu fanden auf dem Hof Platz.
Bei Temperaturen um die 30 Grad genossen die Gäste der Eröffnungsfeier besonders gern kalte Getränke. Frank und Mandy Vogel kredenzten den Besuchern, unterstützt von vielen Helfern, dazu erlesene Speisen. Die Rindersteaks lieferen Tiere aus der eigenen Rinderherde. Die Erlebnishofbesitzer öffnen in den nächsten Wochen übrigens immer freitags, sonnabends und sonntags, jeweils um 11.30 Uhr, ihre Türen.
Leckermäuler zog es am Sonnabend auch nach Buschdorf. Dort hatte die Arbeitsinitiative Letschin zum Backscheunenfest eingeladen. Auf dem Hof der „Alten Schule“ erwarteten die Gäste schattige Sitzplätze, ein Stand mit landwirtschaftlichen Produkten aus eigenem Anbau, Honig und handwerkliche Erzeugnisse. In der Backscheune hatten Marlies Arndt und ihre Mitatreiter Gudrun Pehle, Burckhardt Karge und Viola Krill seit Samstagmorgen ein großes Angebot an Blechkuchen und Pizzen vorbereitet. Schon kurz nach der Eröffnung standen die Gäste am Verkaufstresen in der Backscheune Schlange — mit Abstand.
Für musikalische Unterhaltung sorgte die im vorigen Jahr am Klangzimmer in Alt Tucheband von Musiklehrer Hans Minge gegründete Band „Thirty three“ (33). Der Name der Gruppe bezieht sich auf das Durchschnittsalter der Band, zu der neben Minge die Musikschülerinnen Rianne van Damme (Bass), Mia Przibyllok (Gesang und Gitarre) sowie Klara Ostwald (Gitarre) gehören. Sie spielten bekannte Balladen, Folksongs und einen Song der Rolling Stones. Die jungen Musikerinnen freuten sich nach den Wochen des Lockdowns über die Auftrittsmöglichkeit.
Eine solche gab die Kirchengemeinde Lebus am Sonnabendabend unter Einhaltung der Hygieneregeln den Mitgliedern der Frankfurter Folkband „Familie Gerstenberg“ im Hof der Stadtkirche. Für die Musiker war das Sommerkonzert ihr erster Auftritt seit Februar. Sie spielten für ein begeistertes Publikum deutsche und französische Folkmusik. Bandchef Thomas Strauch empfahl den Zuhörern: „Tanzen sie einfach im Geist mit!“


