Oderrundfahrt
: Auftaktetappe rund um Seelow

Die Kreisstadt erlebte ein hochkarätiges Sport-Event. Die Internationale Radsportelite startete zur 40. Oderrundfahrt
Von
Doris Steinkraus
Seelow
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  • Und rum um den Kreisel: Der Rundkurs hatte es in sich. Das Jedermann-Feld  hatte sich schon nach der ersten von zehn Runden aufgefädelt. Am Ende erreichten alle sicher das Ziel. Um 20 Uhr erfolgte die Siegerehrung.

    Und rum um den Kreisel: Der Rundkurs hatte es in sich. Das Jedermann-Feld  hatte sich schon nach der ersten von zehn Runden aufgefädelt. Am Ende erreichten alle sicher das Ziel. Um 20 Uhr erfolgte die Siegerehrung.

    Udo Plate
  • Karsten Handrick: Einziger Starter aus Seelow bei der 40. Oderrundfahrt.

    Karsten Handrick: Einziger Starter aus Seelow bei der 40. Oderrundfahrt.

    Doris Steinkraus
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Karsten Handrick schüttelt bei seinem Gang über den Marktplatz so manchem Bekannten die Hand. Der Direktor der Seelower Grundschule ist passionierter Radfahrer und hat sich in die Liste der Jedermann-Fahrer für alle vier Etappen der Oderrundfahrt eingetragen. 2018 sei er das erste Mal dabei gewesen, war im hinteren Drittel. „Ich will alle vier Etappen schaffen und zwar sturzfrei, nur darum geht es“, sagt er. A und O sei, nicht überrundet zu werden. Das würde das Aus bedeuten.

Seelower mit am Start

Während sich Handrick als einziger Starter aus Seelow fertig macht, reden sich die Ordner an den Hauptstraßen Richtung Seelower Kreisel an diesem Nachmittag den Mund fusselig. Immer wieder fahren Pkw bis direkt vor die Absperrungen. Die Umleitungsschilder, die an allen vier Ausfahrtstraßen und auch an der Ortsumgehung stehen, werden einfach ignoriert. „Unsere Beamten sind angewiesen abzukassieren“, erklärt die kommissarische Polizeiwachleiterin Beatrice Ortmann. Die Ausreden der Sünder sind zum Teil abenteuerlich. Polizisten aus Bad Freienwalde unterstützen die Seelower. Auch die Seelower Feuerwehr hilft bei der Sicherung der Absperrungen.

Es gibt für niemanden ein Durchkommen. Die Sicherheit der Radsportler steht obenan. Schon nach der ersten Runde fädelt sich das Feld der Jedermann-Starter auf. Motorräder und Sonderfahrzeuge schirmen die einzelnen Gruppen ab. Überall stehen Krankenwagen.  Im Falle von Stürzen muss an allen Punkten des 7,5 km langen Rundkurses medizinische Soforthilfe gewährleistet sein. Es geht vom Rathaus durch die Ernst-Thälmann-Straße Richtung Werbig weiter in die Oderbruchstraße, am Klärwerk vorbei, über die B 1 zurück den Bahnhofsberg hinauf wieder ins Zentrum – zehn Mal für die Jedermänner! „Ein tolles sportliches Highlight für unsere Stadt“, freut sich Bürgermeister Jörg Schröder. Chef-Organisator Dan Radtke vom Frankfurter Radsportclub hatte ihm den Start überlassen und für die Unterstützung gedankt. „Es wurden so einige Sitzungsrunden gedreht“, erzählt Schröder. Im Detail seien eben doch  viele Dinge zu klären gewesen. Er dankt seinerseits allen, die geholfen haben.

7,25-km-Rundkurs absolviert

Schröder bedauert, dass es wegen Straßensperrungen auch viele Misstöne gibt. „Wann hat Seelow schon mal so eine Veranstaltung mit internationalem Niveau zu bieten?“, fragt er. Conni Ostrowski und Katrin Stelter vom Sanitätshaus Seeger sehen das genauso. „Das ist doch  ein tolles Ereignis“, sagt Conni Ostrowski. Vielleicht bleibe manch ein Kunde aus. Aber es sei doch letztlich nur für drei Stunden. Viele Zaungäste feuern die Radler an. Bei den Elite-Fahrern im zweiten Rennen – 16 Runden – rauscht die Truppe noch schneller vorbei.

Nach 1,5 Stunden ist das Jedermann-Rennen vorbei. Karsten Handrick hat durchgezogen und am Ende Platz 45 belegt. Das war auch seine Startnummer. Groß erholen ist weder für ihn noch die Elitefahrer. Heute geht es in Ziltendorf (Oder-Spree) weiter.

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