Polizei: Trickbetrug findet immer wieder Opfer in Golzow

Wachenleiterin stellt in Golzow die Kriminalitäts- und Polizeistatistik vor. Trickbetrug und Verkehrsunfälle fallen auf. Eine Gefahr: Am Dammweg Golzow haben Fußgänger keinen Gehweg.
Ulf Grieger/MOZZunächst aber bedankte sie sich bei allen Verantwortlichen im Amt und vor allem auch bei den Sicherheitspartnern in Bleyen und Küstrin-Kietz für die sehr gute Zusammenarbeit in der Corona-Zeit. „Ich bedanke mich zudem ausdrücklich bei den Bürgern für ihre Disziplin, mit der sie die Eindämmungsmaßnahmen mittragen“, so die Beamtin. Und sie bat weiterhin um Mithilfe; ermunterte dazu, der Polizei Hinweise auf Straftaten zu geben.
Spitzenreiter sind Wildunfälle
Beatrice Ortmann bedauerte, dass die Statistik erst jetzt erläutert werde könne. Wie sich die Zahlen während der Grenzschließung entwickelt haben, werde man erst in einem Jahr sehen. Voriges Jahr hatte es im Amtsbereich Golzow 507 Polizeieinsätze gegeben. Spitzenreiter dabei seien Verkehrsunfälle mit Wild gewesen (72) und Verkehrsunfälle mit Sachschäden (379). 21 Mal gab es Diebstahlsanzeigen. Die Aufklärungsquote betrug 66 Prozent. Eine deutliche Zunahme im Revier Golzow gab es bei den Wohnungseinbrüchen. Die Zahl stieg von zwei auf 14 an.
Unverändert hoch blieb die Zahl der Trickbetrügerei, insbesondere die mit Rentnern. Aktuell sei gerade die Masche in Mode, bei der per Anruf erzählt wird, dass der Enkel in einen Unfall verwickelt war und festgenommen wurde. Mit einer Kaution könne der Verwandte freikommen. „Es fallen immer wieder welche darauf rein“, sagte die Wachenleiterin. Da helfe vor allem Aufklärung, was in diesem Jahr wieder verstärkt in Angriff genommen werde.
Schwerpunktbereiche bei den Verkehrsunfällen seien die Bundesstraßen B 1 und B 112. Hauptgrund bleibe die Geschwindigkeit. Wobei die Auswertung der anonym erfassten Daten von Geschwindigkeitszahlen zeigen, dass auch durch die Dörfer jenseits der B-Straßen gerast werde. Durchfahrtsgeschwindigkeiten in Orten von 100 Stundenkilometern seien keine Seltenheit, erklärte sie auf Nachfrage von Dieter Pichi. Der Alt Tuchebander Ortsvorsteher hatte nachgefragt, ob die Einwohner der Region Nachteile von den vielen Unfällen auf der Bundesstraße hätten, weil die Versicherungen die Risiken höher einschätzten. Es seien nicht nur Ausländer oder Ortsfremde, die zu schnell fahren, so die Beamtin. Das habe man erst kürzlich am Golzower Dammweg bei einer Verkehrszählung für eine mögliche Geschwindigkeitsbegrenzung erfahren müssen. „Man hätte uns dort beinahe umgefahren“, berichtete sie.
