Schlosspark
: Wassertausch für Koi & Co

Das Gärtnerteam der Stiftung hat die Generalreinigung des Teichs mit seinen Hunderten Fischen am Hotel-Komplex erledigt.
Von
Doris Steinkraus
Neuhardenberg
Jetzt in der App anhören

Ab ins Wasser: Reno Lehmphul, Martina Simmon und Chef-Gärtner Uwe Klamandt (v.l.) setzen die Fische vorsichtig in den Teich ein.  Vier Tage mussten sie in einem Container-Becken ausharren. Erst am Sonntag wird der Teich wieder komplett gefüllt sein.

Matthias Lubisch

Seit dem frühen Morgen wirbeln Chef-Gärtner Uwe Klamandt und sein Team am großen Teich direkt vor dem Hotel-Komplex des Schlosses Neuhardenberg. Die großen Kieselsteine werden am Rand noch säuberlich sortiert und geordnet. Nebenbei läuft aus vier Schläuchen das Wasser. „Wir haben extra für diese Aktionen einen Brunnen gebohrt, um nicht immer das wertvolle Trinkwasser abzuzapfen“, erklärt Klamandt.

Am Montag hatten die Gärtner begonnen, den Teich abzulassen. Das Wasser floss in den großen Teich vor dem Denkmal im Park. Am Dienstag wurde es für die Fische unruhig. Sie wurden per Kescher herausgeholt. Ihr Zwischenquartier wurde ein großer mit Teichfolie ausgelegter Baucontainer. Die Hauptarbeit folgte ab Mittwoch. Gut 30 cm Schlamm waren zu entsorgen, pflanzliche Rückstände mussten entfernt und einiges repariert werden. „Wir machen diese Aktion jedes Jahr einmal“, erklärt der Chef-Gärtner. 2001 war der Teich angelegt worden. Erst drei Jahre später gab es die erste Großreinigung. "Das war ein Riesenaufwand, weil der Teich nur noch aus Algensuppe bestand“, erinnert sich Klamandt.

In jedem Frühjahr habe man einiges verändert. Ein Problem sei immer gewesen, dass die Fische alle Wasserpflanzen und Seerosen abknabberten. Die zündende Idee brachte Reno Lehmphul von einem Vietnam-Urlaub mit. Dort hatte er gesehen, wie Pflanzen in einem Teich mittels Zaun geschützt wurden. Daraufhin wurden in der Teichmitte ellipsenförmig Betonformsteine drapiert und darauf ein Drahtzaun montiert. Gut 50 cm hoch ist der Bau, in dem auch in diesem Jahr wieder nachgepflanzt wurde – nur weiße Seerosen als passende Farbe zum Gebäudeensemble sowie Tausendblatt, das für mehr Sauerstoff im Wasser sorgt. Nach gut drei Stunden ist so viel Wasser im Teichbett, dass die ersten Fische wieder eingesetzt werden können. Gezählt hat sie keiner. Es sind viele kleine Fische, aber auch große stattliche Kois, Graskarpfen, Karauschen, Goldfische, Störe und Tausende Moderlieschen.

Bis Sonntag wird es dauern, ehe der Teich komplett gefüllt ist. Die Verhältnisse täuschen enorm. 883 m2 groß ist die Gesamtfläche. 616 300 Liter fasst er. Gefüllt wird, bis der Ellipsenbau samt Zaun unter der Wasseroberfläche verschwunden ist. Dann hat es auch der ständig präsente Reiher wieder schwerer, sich zu bedienen.

Infotitel

Hier beginnt der Infotext fett danach wieder normal⇥Autor XXX