Serie
: Sewoba-Chef Thierfeld - „Das Leben steht ja nicht still“

Eine Maskenpflicht gibt es bei der Seelower Wohnungsbaugesellschaft, kurz Sewoba, nicht.
Von
Anett Zimmermann
Seelow
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MOZ-Videoteam bei der Sewoba: Chris Redlich und Ludwig Baumann befragten Hans Peter Thierfeld (v. l.)

Anett Zimmermann/MOZ

Dennoch liegt bei Bedarf Mund-Nasen-Schutz bereit. Auch Geschäftsführer Hans Peter Thierfeld nutzt an diesem Vormittag ein selbstgenähtes Exemplar, denn in seinem Büro wird es für ein paar Minuten recht eng. Chris Redlich, Mediengestalter Bild und Ton im dritten Lehrjahr, und Ludwig Baumann, angehender Auszubildender als Videoassistent, haben Kamera, Mikrofonangel und zusätzliche Beleuchtung dabei. Sie schieben auch Stühle des Beratungstisches für ihre Aufnahmen beiseite. Wie die Sewoba zurzeit arbeitet, wollen die beiden wissen.

„Wir sind natürlich weiter für unsere Mieter da“, antwortet Thierfeld, verweist aber auch auf Einschränkungen. So gebe es keine regulären Sprechtage. Während der Öffnungszeiten seien Mitarbeiter aber stets telefonisch erreichbar. Auch über die Internetseite, E-Mail und Facebook könnten Mieter und Interessierte Kontakt aufnehmen. Der Geschäftsbetrieb laufe sonst aber ziemlich normal weiter. So soll der Anbau von Balkonen in der Diedersdorfer Straße 5 bis 10 noch in diesem Jahr begonnen werden. Die mehr als zehn Spielplätze seien zwar gesperrt, aber TÜV und Wartung stünden natürlich auf der Tagesordnung. „Wir sind ein Unternehmen der Daseinsfürsorge und systemrelevant“, macht der Sewoba-Chef deutlich und erinnert an die bundesweite Aktion „Wir bleiben zuhause“. „Wir bieten dafür die Basis.“ Schließlich verwalte man etwa 3000 Wohnungen.

„Das Leben steht ja nicht still“, sagt Hans Peter Thierfeld. So würden auch in dieser Zeit Wohnungen gesucht. Bei Besichtigungsterminen würde aber ebenfalls auf das Händeschütteln zur Begrüßung verzichtet. „Wir lassen die Menschen nicht allein“, sagt er zudem mit Blick darauf, dass die Sewoba Eigentümerin der Kita „Max und Moritz“ in Seelow ist. „Die Notbetreuung funktioniert.“ Thierfeld spricht vom „Zusammenrücken mit Abstand“ und bietet Mietern an, die in Kurzarbeit oder von Jobverlust bedroht sind, über Ratenzahlungen oder Stundungen zu sprechen. „Das gilt für alle, die sich in einer schwierigen Lebenssitua­tion befinden.“ Im August werde auch wieder ein Jugendlicher mit seiner Ausbildung beginnen.

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