Unfall auf B1 bei Küstrin-Kietz
: Ein Toter und vier Verletzte nach Crash am Grenzübergang

Einen Toten und vier zum Teil schwerst Verletzte forderte ein Verkehrsunfall auf der B1 in Küstrin-Kietz. Der naheliegende Grenzübergang war während der Rettungs- und Aufräumarbeiten nicht passierbar.
Von
Peter Grenz
Küstrin-Kietz
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Wegen des Zusammenstoßes der beiden Fahrzeuge war der Grenzübergang der B1 in Küstrin-Kietz für mehrere Stunden gesperrt.

Peter Grenz

Nach dem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße B1 bei Müncheberg am Samstag (16. Dezember) mit drei Schwerverletzten, krachte es am Montagmittag (18. Dezember) erneut auf der B1.

Nur wenige Meter vor dem Grenzübergang nach Polen stießen in Küstrin-Kietz ein Skoda Kamiq und ein VW Fox frontal zusammen. Der 87-jährige Skodafahrer, der allein in seinem Fahrzeug saß, geriet aus noch ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr und stieß mit einem, in Polen zugelassenen, VW zusammen. Darin befanden sich vier Personen. Alle Beteiligten zogen sich dabei zum Teil schwerste Verletzungen zu.

An der Unfallstelle waren 50 km/h erlaubt

Die Rettungskräfte wurden um 12.50 Uhr mit dem Stichwort „Verkehrsunfall mit verletzten Personen“ zum Unglücksort gerufen. Die zuerst eintreffende Feuerwehr aus Küstrin-Kietz versorgte die Verletzten, die bereits von Ersthelfern und Bundespolizei betreut wurden. Aufgrund der Anzahl der beteiligten Personen wurde das Alarmstichwort auf Massenanfall von Verletzten erhöht. Alle fünf Insassen wurden in umliegende Krankenhäuser gebraucht, wo der 87-jährige Skodafahrer dann seinen schweren Verletzungen erlag.

Aufgrund der Anzahl der beteiligten Personen wurde das Alarmstichwort auf Massenanfall von Verletzten (MANV) erhöht. Unter anderem waren fünf Rettungswagen, ein Rettungshubschrauber, zwei Notärzte und ein Org-Leiter vom Rettungsdienst vor Ort.

Peter Grenz

Während der Rettungs- und Aufräumarbeiten war die Unfallstelle rund drei Stunden voll gesperrt. Und da wegen Lage eine Umfahrung des Unglücksortes für den Fahrzeugverkehr nicht möglich war, bildet sich schnell ein längerer Stau, von dem auch der Schienenersatzverkehr der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) betroffen war. Viele Fahrgäste überquerten zu Fuß die Oderbrücke. Die Polizei ermittelt nun zur Unfallursache.

Die Polizei ermittelt zur Unfallursache. An der Unfallstelle gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 Km/h.

Peter Grenz